Wie füttern wir unsere Meerschweinchen im Sommer am besten?

Wie füttern wir unsere Meerschweinchen im Sommer am besten?

Endlich Sommer, die Meerschweinchen können fressen, soviel das Bäuchlein fasst.

Die beste Ernährung für den heißen Sommer

Im Sommer nutzen wir die Chance, Geld zu sparen. Nun kommt die Zeit, in der sich Meerschweinchen jeden Tag so richtig den Magen vollstopfen können. Die Ernährung besteht hauptsächlich aus frischem Gras, Wiesenkräutern, Heu und saftigem Gemüse.

1. Was benötigen Meerschweinchen besonders im Sommer

1.1. Die Lagerung beim Sammeln

Viele gut meinende Halter pflücken fleißig, werfen die Wiese in eine Plastiktüte, fahren nach Hause und füttern sie erst Stunden später.

Giacomo beim Futtern
Bild: Lord Giacomo Sinclair Girnigoe beim Futtern (Bild mit Vorlage von Originalfotos mit KI erstellt)

Die Gefahr: Frisches Grünfutter (besonders Klee und Gräser) fängt in geschlossenen Taschen oder Eimern in Sekundenschnelle an zu schwitzen und zu gären. Es entstehen extreme Gase und Hitze. Wird das gefüttert, erleiden Meerschweinchen lebensgefährliche Aufgasungen (Trommelsucht).

→ Der Blog-Tipp: Niemals Plastiktüten nutzen! Gepflückt wird ausschließlich in offenen Stoffbeuteln, Weidenkörben oder luftigen Wäschekörben. Die Wiese muss im Gehege locker aufgeschüttet und darf nicht gepresst werden.

1.2. Das Rasenmäher-Verbot

Niemals Gras füttern, das mit dem Rasenmäher geschnitten wurde. Die Messer zerfetzen die Zellen, wodurch der Gärprozess sofort startet. Nur gepflücktes oder mit der Sense geschnittenes Gras ist sicher.

1.3. Das „Morgen-Tau“-Dilemma

Der Mythos: In vielen alten Ratgebern steht, man dürfe niemals nasses Gras füttern, weil Schweinchen davon blähen.

Die Wahrheit: Meerschweinchen, die an Wiese ad libitum gewöhnt sind, dürfen und können nasses Gras problemlos fressen. In der Natur warten Wildmeerschweinchen schließlich auch nicht, bis der Morgentau getrocknet ist.

Das Aber: Wenn die Tiere nicht an Wiese gewöhnt sind und parallel Pellets bekommen, führt nasses Gras durch die Feuchtigkeit im  extrem schnell zu Fehlgärungen.

1.4. Der Kalzium-Gegenspieler: Frisches Wasser

Im Sommer fressen Meerschweinchen durch die saftige Wiese zwar deutlich weniger aus dem Napf, aber das Thema Wasser ist dennoch kritisch:

Viele Wildkräuter (wie Petersilie, Löwenzahn, Luzerne) sind extrem kalziumreich. Damit dieses Kalzium die Niere passiert und sich nicht als Blasenschlamm absetzt, müssen die Tiere massiv spülen.

Biete im Sommer neben den klassischen Trinkflaschen unbedingt große, schwere Wassernäpfe auf Steinen an. Aus Näpfen trinken Meerschweinchen deutlich mehr und physiologischer als aus den unnatürlichen Nippelflaschen.

Giacomo mit Eisblock
Bild: Lord Giacomo mit Eisblock (Bild mit Vorlage von Originalfotos mit KI erstellt)

1.5. Vorsicht an Feldrändern (Spritztour der Bauern)

Wenn ihr draußen fleißig sammelt, solltet ihr eine klare Bannmeile um konventionelle Landwirtschaftsflächen ziehen:

Gräser und Kräuter direkt neben gespritzten Getreide-, Raps- oder Kartoffelfeldern sind oft unsichtbar mit Pestiziden oder Düngemitteln belastet.

Auch beliebte Hunde-Gassi-Wege sollten gemieden werden (Gefahr von Parasiten und Fuchsbandwurm). Am besten sammelt man auf unbehandelten Wiesen, im Wald oder im eigenen Garten.

1.6. Das „Hitze-Verdauungs-Phänomen“

Meerschweinchen vertragen Hitze extrem schlecht (Gefahr von Hitzschlag ab 25 °C). Bei extremer Sommerhitze fahren die Tiere ihren Stoffwechsel herunter und bewegen sich kaum. Dadurch wird auch die Verdauung im Stopfmagen träger.

Fütterungs-Tipp: Füttert die große, schwere Tagesportion frische Wiese im Hochsommer erst am späten Abend oder kühlen Morgen. In der prallen Mittagshitze reichen wasserreiche Snacks wie Gurkenscheiben, um den Kreislauf nicht mit schwerer Verdauungsarbeit zu belasten.

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2. Warum müssen Meerschweinchen ständig fressen?

Die meisten Meerschweinchen sollten nicht länger als 8 bis 12 Stunden ohne Futter auskommen, maximal 24 Stunden. Ihr empfindlicher Darm stoppt, es drohen lebensgefährliche Magen-Darm-Probleme und Leberschäden. Langsam verlangsamt der Verdauungstrakt und kommt ganz zum Erliegen.

Meerschweinchen Anatomie-Zeichnung
Bild: Meerschweinchen Anatomie-Zeichnung (mit KI erstellt)

🔍 Die Verdauungs-Stationen im Überblick

Was im Körper deines Meerschweinchens passiert und worauf du bei der Fütterung achten musst:

1 Maul & Zähne (Die Zerkleinerung)

Die ständig nachwachsenden Zähne müssen die Nahrung extrem fein mahlen. Speichel weicht den Brei ein und startet die Vorverdauung.
Wichtig: Nur durch extrem langes Kauen von harten Pflanzenfasern (wie Heu und Gras) reiben sich die Backenzähne gleichmäßig ab.

2 Der Magen (Sehr klein & muskelarm)

Der Magen fasst nur etwa 20–30 ml und besitzt kaum eigene Muskeln. Er kann Nahrung nicht aktiv selbst weitertransportieren.
Das Stopfmagen-Prinzip: Es muss oben ununterbrochen Futter nachkommen, damit der Nahrungsbrei mechanisch in den Darm weitergeschoben wird. Ein leerer Magen führt extrem schnell zu lebensgefährlichen Fehlgärungen.

3 Der Dünndarm (Nährstoff-Zentrale)

Hier kommen wichtige Enzyme und Gallensäfte hinzu. Leicht verdauliche Inhaltsstoffe wie Proteine, Fette, Vitamine und der Zucker aus Gemüse oder Obst werden hier direkt aufgespalten und über die Schleimhäute in die Blutbahn aufgenommen.

4 Der riesige Blinddarm (Die Gärkammer)

Das absolute Herzstück der Meerschweinchen-Verdauung! Er füllt bis zu 65 % des gesamten Bauchraums aus. Billionen von „guten“ Bakterien arbeiten hier wie eine kleine Fabrik: Sie fermentieren die eigentlich unverdaulichen Rohfasern (Zellulose) aus Heu und Gras und verwandeln sie in verwertbare Energie und essentielle Vitamine.

5 Der Dick- & Enddarm (Wasser-Recycling)

Dem verbleibenden Brei wird in dieser letzten Station gezielt das Wasser entzogen. Der Darm formt daraus die typischen, festen, ovalen Kotbällchen, die das Meerschweinchen schmerzfrei ausscheiden kann.

💡 Überlebenswichtiger Fakt: Der Blinddarmkot (Caecotrophie) Im Blinddarm wird ein ganz spezieller, weicher, glänzender Kot gebildet, der prallvoll mit lebenswichtigen B-Vitaminen und Proteinen ist. Meerschweinchen nehmen diesen sogenannten Blinddarmkot direkt wieder am After auf. Das ist keine Verhaltensstörung, sondern überlebenswichtig, da die Vitamine erst beim zweiten Durchlauf im Dünndarm richtig resorbiert werden können!

2.1. Warum schnelles Fressen so wichtig ist

Stopfmagen: Ihr Darm hat keine eigene Muskelkraft und braucht ständigen Nachschub durch neues Futter, um den Brei weiterzuschieben.
Verdauungsstopp: Bleibt das Futter aus, gärt der Magen auf und es entstehen giftige Gase, die zum Tod führen können.

2.2. Wieviel braucht das Meerschweinchen am Tag?

Meerschweinchen sollten zwei- bis dreimal am Tag mit frischem Grünfutter gefüttert werden. Wichtig ist, dass ständig etwas zur Verfügung steht.

Keine starren Portionen: Meerschweinchen fressen keine großen Mahlzeiten, sondern nehmen über Tag und Nacht verteilt bis zu 100 kleine Portionen zu sich.

2.3. Kann man Meerschweinchen überfüttern?

Da ein Meerschweinchen fast den ganzen Tag futtert überfressen sie sich nicht. Ihr Verdauungssystem braucht bis zu 100 kleine Mahlzeiten am Tag, damit die Nahrung ständig nachrücken kann.

Giacomo beim Wiegen
Bild: Lord Giacomo Sinclair Girgnigoe (Bild mit Vorlage von Originalfotos mit KI erstellt)

2.4. Futter als Dickmacher

Ungesundes Trockenfutter mit zu viel Getreide kann zur Gewichtszunahme führen. Auch zu zuckerreiches Obst, Knollengemüse und hartes Brot sind Dickmacher.

Trockenfutter & Pellets: Körner, Pellets und Drops enthalten viel Getreide und Zucker, verkleben den Darm und machen schnell zu dick.

Bilder 1-3: Körner, Pellets und Brot

Getreide & Brot: Hartes Brot oder Getreideähren in großen Mengen liefern zu viel Energie.
Obst: Bananen, Äpfel, Birne oder Weintrauben enthalten viel Fruchtzucker und sollten nur als seltene Leckerbissen dienen.

Bilder 4-7: Obst wie Banane, Apfel, Birne und Weintraube

Knollengemüse: Karotten, Rote Bete und Sellerieknollen haben einen hohen Stärke- bzw. Zuckergehalt.

Bilder 8-10: Gemüse wie Karotte, rote Beete und Sellerieknolle

2.5. Die Futterzeiten

Ich persönlich füttere morgens ausreichend, stelle einen Teil des Wiesenfutters in einen Eimer mit Wasser und bewahre ihn im Keller auf. Das ist dann mehr als ausreichend für die Nacht.

Meine Schweinchen futtern dann noch einmal ausgiebig von der übrigen Wiese bevor es zum Nachteinschluss kommt. Freudig gehen sie dann von alleine hinein, weil es nur zu dieser Zeit ein paar Salatblätter und ein paar Möhren gibt.

Der Grund ist einfach, dass Salat, wenn er zu lange draußen liegt, matschig wird und vielleicht sogar anfängt zu gären. Da sie tagsüber zu viel liegen lassen, gibt es ihn eben nur am Abend. Dann wird er sofort gefuttert.

Morgens und abends: Feste Hauptzeiten für eine große Portion frisches Gemüse, Salat oder Wiesenkräuter.

Zwischenmahlzeit: Eine dritte Gabe am Nachmittag oder vor der Nachtruhe ist ideal, damit die Tiere gleichmäßig fressen.

Giacomo mit seiner Futterration
Bild: Lord Giacomo Sinclair Girnigoe mit seiner Futterration (Bild mit Vorlage von Originalfotos mit KI erstellt)

Die Menge: Füttern Sie so viel Frischfutter (ca. 200 bis 600 Gramm pro Tier und Tag), dass bis zur nächsten Mahlzeit immer noch ein kleiner Rest übrig bleibt.

2.6. Wichtige Fütterungsregeln

Langsam gewöhnen: Jede Umstellung auf frisches Wiesengrün muss schrittweise über Tage erfolgen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.

Kein Gärfutter: Angegorene oder in Tüten erhitzte Grasberge nicht verfüttern (Kolikgefahr).

Kein Rasenschnitt: Niemals heißen oder gärenden Rasenschnitt aus dem Rasenmäher füttern.

Kräuter in Maßen: Klee und blähende Pflanzen nur gemischt mit viel trockenem Gras füttern.

Bei großer Sommerhitze kann man Kreislauf der Meerschweinchen durch eine gesteigerte Flüssigkeitszufuhr und leicht verdauliche Nahrung stabilisieren.

2.7. Füttern bei Hitze

Kleine Portionen: Große Mengen Frischfutter verderben oder gären in der Hitze extrem schnell.

Häufiger füttern: Lieber mehrmals täglich kleine, frische Rationen verteilen.

Kühle Zeiten: Hauptmahlzeiten in die kühleren Morgen- und späten Abendstunden verlegen.

Futter-Hygiene: Reste nach spätestens zwei Stunden konsequent aus dem Gehege entfernen.

Nicht eiskalt: Gemüse niemals direkt aus dem Kühlschrank verfüttern (Gefahr von Magenkrämpfen)

3. Die Grundnahrung

3.1. Können Meerschweinchen ohne Heu überleben?

Im Idealfall besteht die Ernährung eines Meerschweinchens zu über 80 % aus Heu, da dieses die Zähne abnutzt. Eine Woche mit vielen anderen Futterquellen würde ein Meerschweinchen wahrscheinlich nicht töten, danach muss man jedoch die Ballaststoffzufuhr und die Zahngesundheit sehr genau im Auge behalten. Eine Ernährung ohne Heu führt schließlich zum Tod. Das gilt aber nur für die Wintermonate ohne frisches Grün.

Giacomo mit Heu
Bild: Lord Giacomo Sinclair Girnigoe mit Heuball (Bild mit Vorlage von Originalfotos mit KI erstellt)

Im Sommer kann man das Heu mit frischer Wiese fast völlig ersetzen. Ich packe es manchmal in den Stall, und da es jetzt eher selten ist, freuen sich die Schweinchen darüber und wälzen sich darin. Als kleine Anmerkung: Der Stall enthält viel Stroh, auf dem sie gut liegen können.

3.2. Einkaufs-Tipps für den Alltag

  • Bio bevorzugen: Wenn möglich, Bio-Ware kaufen, um die Pestizidbelastung für die empfindliche Leber der Tiere gering zu halten.

Den Salat in ein feuchtes Küchentuch einschlagen und im Kühlschrank aufbewahren. Kräuter am besten wie Blumen in ein Glas Wasser stellen, damit sie knackig bleiben. Auch Wiese kann man tagsüber gut in einem Wasserbehälter in einem kühleren Raum aufbewahren.

3.3. Wiesenfutter und Gräser

Frisches Gras ist das Beste für das Meerschweinchen, es ist ernährungsphysiologisch wertvoll. Meerschweinchen lieben es auch, darin, darauf und darunter herumzukriechen und dabei zu fressen. Wichtig ist dabei, dass man weiß, was man verfüttern, denn nicht Alles ist unbedenklich.

Frische Wiese: 85–90 % der Ration aus Gräsern, Löwenzahn, Wegerich und Schafgarbe. Ist die natürliche Hauptnahrung. 

Bilder 11-14: Gräser, Löwenzahn, Spitzwegerich und Schafgarbe

Äste und Blätter: Gerne werden auch Äste mitsamt den Blättern gefuttert. Sie schmecken und fördern den Zahnabrieb. Besonders gerne werden Haselnuss-, Brombeeren-, Birnen- und Äpfelzweige angenommen.

Bilder 15-18: Äste wie Haselnuss-, Brombeer-, Birnen- und Äpfelzweige

Wilde Kräuter: Löwenzahn, Spitzwegerich, Schafgarbe und Klee liefern wichtige Vitamine.

Bilder 19-22: Löwenzahn, Spitzwegerich, Schafgabe und Klee

Man sollte niemals an Straßenrändern oder gedüngten Feldern wegen der Abgase und Pestizide pflücken.

3.4. Wasserreiche Gemüsesorten

Gurke: Besteht fast nur aus Wasser und kühlt hervorragend.

Wassermelone: Nur in kleinen Mengen und ohne Kerne als Leckerlie anbieten.

Staudensellerie: Liefert wichtige Mineralstoffe und viel Feuchtigkeit.

Salate: Chicorée, Römersalat oder Eisbergsalat gut gewaschen füttern.

Bilder 23-26: Salatgurke, Wassermelone, Staudensellerie und Salate

Bilder 27-30: Chicoree, Kopfsalat, Feldsalat und Eisbergsalat

3.5. Leckere Beilagen

Die meisten Meerschweinchen lieben Mais, besonders die Hüllblätter und Fäden. Auch Tomaten und viele Obstsorten sind tolle Leckereien, die man mehrmals pro Woche anbieten kann. Durch den teilweise hohen Zuckergehalt nicht als tägliche Beilage anbieten.

Frischfutter: Ergänzend Gurke, Paprika, Fenchel oder Kohlrabi anbieten; bei Hitze im Schatten platzieren oder öfter nachfüttern.

Bilder 30-33: Gurke, Paprika, Fenchel und Kohlrabi

Leckerlies: Tomaten, Brombeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren, Papayas, Kiwis, Bananen (mit Schale) und Melonen. Auch Äpfel und Birnen werden geliebt.

Bilder 34-37: Tomaten, Brombeeren, Erdbeeren, Himbeeren

Bilder 38-41 : Blaubeeren, Papayas, Kiwis und Bananen

Bilder 42-44: Melonen, Äpfel und Birnen

3.6. Beliebte Wiesenkräuter

Löwenzahn: Wirkt appetitanregend und harntreibend. Sehr beliebt, aber wegen des hohen Kalziumgehalts in Maßen füttern.

Spitzwegerich / Breitwegerich: Wirkt entzündungshemmend und unterstützt die Atemwege sowie die Verdauung.

Schafgarbe: Hilft sehr gut bei leichten Magen-Darm-Beschwerden und wirkt krampflösend.

Vogelmiere: Enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. Kann im Sommer auch in größeren Mengen gegeben werden.

Gänseblümchen: Eine gesunde Knabberei für zwischendurch, die den Stoffwechsel anregt.

Bilder 45-48: Gänseblümchen, Spitzwegerich, Schafgarbe und Vogelmiere

3.7. Bekannte Küchenkräuter

Viele Kräuter (besonders Petersilie und Löwenzahn) enthalten viel Kalzium. Zu viel davon kann zu Blasensteinen führen. Kräuter sollten als Beilage und Abwechslung dienen, nicht als alleiniges Hauptfutter. 

Petersilie: Sehr reich an Vitamin C. Wegen des extrem hohen Kalziumgehalts jedoch nicht täglich in großen Mengen verfüttern (Gefahr von Blasengrieß).
Basilikum: Wirkt beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt und hat eine leicht antibakterielle Wirkung.
Dill: Fördert die Verdauung, wirkt entzündungshemmend und hilft gut gegen leichte Blähungen.
Kamille: Bekannt für ihre beruhigende und entzündungshemmende Wirkung auf Magen und Darm.
Melisse (Zitronenmelisse): Wirkt stresslindernd, krampflösend und wird von den meisten Tieren sehr gerne gefressen.
Pfefferminze: Gut für die Verdauung und die Atemwege. Wegen der ätherischen Öle nur in kleinen Mengen anbieten.

Bilder 49-51: Petersilie, Basilikum und Dill

Bilder 52-54: Kamille, Zitronenmelisse und Pfefferminze

4. Bloß keine Langeweile

4.1. Kühle Futter-Spiele

Kräuter-Eisblock: Beliebte Kräuter in Wasser einfrieren, den Eisblock kurz antauen lassen und im Gehege platzieren. Die Tiere lecken das schmelzende Wasser ab und knabbern die Kräuter frei.

Gekühlte Spieße: Futterspieße mit Gurken- und Melonenstücken vor dem Füttern für 15 Minuten in den Kühlschrank legen (kühl, aber nicht eiskalt).

Nasser Heuball: Eine Handvoll Heu mit kaltem Wasser nebelfeucht einsprühen. Das sorgt beim Fressen für Verdauungsschutz und Verdauungsflüssigkeit.

Demnächst:
→ Vorsicht – giftige Kräuter
→ Kräuterliste von A-Z
→ Achtung Verwechselungsgefahr: Doldenblütler
→ Das Meerschweinchen ist zu dick

Zum Download:

PDF

 

PDF Infokarte Meerschweinchen-Hilfe
PDF Infocard Guinea Pig Emergency

PDF Infokarte Meerschweinchen Sommer-Guide
PDF Infocard Guinea Pig Summer Guide

 

 

Autor

Marion Klüter
Marion ist Multimedia-Fachfrau. Sie unterhält zwei Blogs mit unterschiedlichen Schwerpunkten, da sich Wut und Kreativität nicht vertrugen. Gemeinsam mit Michael Klüter besucht und fotografiert sie leidenschaftlich Lost Places. Ihre Kreativität beschränkt sich nicht nur auf die Malerei, sie bastelt auch gerne. Ihre zweite Leidenschaft ist der Garten. Dort kann sie sich mit Hund und Verlobtem neben der Arbeit austoben.

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