Oft landen beim Pflücken auf der Wiese aus Versehen giftige Doppelgänger. Wenn man weiße Doldenblütlerauf der Wiese nicht zu 100% bestimmen kann, lieber stehen lassen.
1. A-Z: Hochgradig giftig / Tödlich
💀Eisenhut / Blauer Eisenhut (Aconitum napellus)
Der Blaue Eisenhut ist die giftigste Pflanze Europas. Führt schon bei Hautkontakt oder minimalem Verzehr zum Herz- und Atemstillstand.
Weitere Informationen zu: BLAUER EISENHUT
💀Blauer Eisenhut
Die Blätter: Eisenhutblätter sind meist dunkler grün und haben eine auffällig glänzende Blattoberfläche. Die Blätter sehen eher wie eine Hand aus, die tiefe Einschnitte hat, aber die Blättchen sind selbst noch einmal stark gezackt und gespalten. Der Blaue Eisenhut ist fast völlig kahl, glatt und unbehaart. Er wächst hoch aufrecht.
Die Blüten: Er bildet markante, helmförmige, dunkelblaue Blütenstände. Viele Einzelblüten sitzen dicht zusammen in einer Rispe oder Traube am Ende des Stängels. Meistens leuchtend blau oder violett. Selten gibt es auch weiße, gelbe oder rosa Sorten.
Die Samen und Früchte: Längliche Balgfrüchte mit einem kurzen, geraden Schnabel von zwei bis drei Millimetern am Ende. Jede Frucht enthält mehrere kleine, meist deltaförmige oder dreikantige, schwarzbraune und glänzende Samen, die oft an den Kanten geflügelt sind.
Das Gift: Tödlich. Aconitin stört die Natriumkanäle der Nervenzellen, was zunächst zu einer Übererregung und danach zu Lähmungen führt.
Die Wirkung: Starker Speichelfluss und Unruhe, Krämpfe und Muskelzittern, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, aufsteigende Lähmungen (beginnend im Gesicht), Tod durch Atemlähmung oder Herzversagen.
Blauer Eisenhut gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae).
Man findet die aufrecht wachsende, bis zu eineinhalb Meter hohe Staude wildwachsend auf subalpinen Hochstaudenfluren, am Ufer von Bächen und Flüssen, in Gebüschen und Grauerlenwäldern bis auf eine Höhe von 3.000 Metern.
Sie sind in den Gebirgen fast ganz Europas beheimatet, insbesondere in den Alpen und in den Karpaten.
Unter Naturschutz
Dort wild wachsende Exemplare des Blauen Eisenhutes stehen unter Naturschutz. Neben der Wildform mit ihren indigofarbenen Blüten gibt es Zuchtsorten mit grauweißer, rosa und anderer Farbe.
Als Giftpflanze
Blauer Eisenhut-BlattBlauer Eisenhut-Samen
Bereits in der Antike erfreuten sie sich großer Beliebtheit, um Pfeilspitzen zu vergiften und unliebsame Zeitgenossen aus dem Weg zu räumen.
Der Tod tritt innerhalb weniger Stunden durch Kreislaufstillstand und Atemlähmung ein.
Als Heilpflanze
Der Einsatz als Heilpflanze spielt eine wichtige Rolle in den mittelalterlichen Kräuterbüchern und wurde bis in die Neuzeit als Mittel gegen Wundschmerzen eingesetzt. Heutzutage verwendet man ihn in der Naturheilkunde nicht mehr, da der Wirkstoffgehalt je nach Wetter und Standort stark schwankt und die Gifte äußerst potent sind.
Geblieben ist die Anwendung in der Homöopathie, wo man die Globuli bei rheumatischen Beschwerden, Ischias, Neuralgien und Erkältungskrankheiten einsetzt.
🟢Süßlupine: Die Süßlupinen wurden speziell für die Landwirtschaft als Tierfutter gezüchtet. Ihnen wurden die giftigen Bitterstoffe (Alkaloide) komplett herausgezüchtet.
Weitere Informationen zu: SÜSSLUPLINE
🟢Süßlupine
Die Blätter: Bei der Süßlupine laufen alle einzelne Blättchen im exakt selben Mittelpunkt zusammen (wie die Speichen bei einem Fahrradrad oder einer Palme). Lupinenblätter sind auf der Unterseite oft leicht silbrig oder weich behaart. Eisenhutblätter sind eher dunkelgrün, glatter und glänzen auf der Oberseite leicht.
Die Blüte: Typische Schmetterlingsblüten mit einer oberen Fahne, zwei seitlichen Flügeln und einem verwachsenen Kiel. Die einzelnen Blüten sind 1 bis 2 Zentimeter lang; die gesamten Blütenkerzen erreichen oft eine beachtliche Länge. Je nach Süßlupinen-Art leuchten die Blüten in Blau (Blaue Lupine), Weiß (Weiße Lupine) oder Gelb (Gelbe Lupine).
Die Samen und Früchte: Die Samen (Lupinenkerne) werden manchmal als Eiweißfutter für Nager verkauft.
Das Gift: Ungiftig. Lupinenkerne werden manchmal als Eiweißfutter für Nager verkauft.
🟢Wiesen-Storchschnabel: Sobald die Blüten da sind, ist eine Verwechslung ausgeschlossen.
Weitere Informationen zu: WIESEN-STORCHSCHNABEL
🟢Wiesen-Storchschnabel
Die Blätter: Die Blätter und Stängel sind deutlich spürbar behaart.Beim Storchschnabel laufen die einzelnen Blattabschnitte fließender ineinander über.Storchschnabelblätter wirken matter und durch die feine Behaarung heller.
Die Blüte: Der Storchschnabel hat zarte, fünfzählige Blüten in Rosa, Violett oder Blau.
Die Samen und Früchte: Die Frucht des Wiesen-Storchschnabels ist eine 3 bis 3,7 cm lange Spaltfrucht, die bei Reife an einen langen Vogelschnabel erinnert und der Pflanzengattung ihren Namen gab. Bei der Reife spaltet sich die Frucht in fünf einzelne Fruchtfächer mit langen Grannen auf, um die Samen wegzuschleudern.
Das Gift: Ungiftig. Die Pflanze enthält wertvolle Gerbstoffe, Bitterstoffe und ätherische Öle, die sich positiv auf die Verdauung auswirken können. Viele Meerschweinchen fressen die Blätter und Blüten sehr gerne.
Die Echte Wilde Lupine ist im östlichen Teil der USA und an den Küsten des Atlantiks weit verbreitet, wo sie in sandigen Gebieten wie Dünen und Savannen wächst.
Die Lupine spielt sowohl als Bestäuber als auch als Stickstofffixierart eine wichtige ökologische Rolle. Wie andere Hülsenfrüchte bildet es symbiotische Beziehungen zu stickstofffixierenden Bakterien in Wurzelknötchen.
Das Aussterben
Wilde Lupine-BlattWilde Lupine-Samen
Die Populationen von Lupinus-Perennis sind seit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts erheblich zurückgegangen, wobei einige Regionen Verluste von mehr als neunzig Prozent verzeichnen. Dieser Rückgang wiederum wurde als eine der Hauptursachen für den Niedergang des Karner-Blaufalters angesehen.
Die Garten-Lupine ist eine in Nordamerika beheimatete Staude, die auf Bergwiesen, Säumen und in lichten Wäldern gedeiht. Bereits im 19. Jahrhundert hielt die auch als Garten-Lupine bezeichnete Nordamerikanerin Einzug in unsere Gärten.
Sie gehört damit zu den 15 häufigsten Neophyten in Deutschland.
Die Blume
Die Garten-Lupine wird 80 bis 120 Zentimeter hoch, davon nehmen die wundervollen dichten Blütenkerzen bis zu 50 Zentimeter ein.
Die Blüte
Lupinus polyphyllus bildet meist erst im zweiten Standjahr das erste Mal Blüten aus. Die Einzelblüte besitzt die typische Form der Schmetterlingsblütler. Immer 50 bis 80 Einzelblüten sitzen in endständigen, traubigen Blütenständen zusammen, sodass sich die Staude von Ende Mai bis in den August hinein mit imposanten Blütenkerzen in Weiß, Violett, Rosa, Rot oder Gelb schmückt.
Manche Sorten und Sortenmischungen bringen auch zweifarbige Blüten hervor.
Die Samen
Garten-Lupine-BlattGarten-Lupine-Samen
Die für die ganze Pflanzenfamilie charakteristische Hülsenfrucht ist leicht gekrümmt, wird bis zu sechs Zentimeter lang und enthält vier bis zwölf gräuliche, kugelige Samen.
Die ökologische Rolle
Da sie wie alle Hülsenfrüchtler (Fabaceae) die Fähigkeit besitzt, mittels symbiotisch lebender Knöllchenbakterien an den Wurzeln Luftstickstoff zu binden und damit den Boden zu verbessern, kam sie häufig in Saatmischungen zur Initialbepflanzung und Gründüngung zum Einsatz.
Viele Insektenarten schätzen die Stauden-Lupine als Nahrungsquelle.
Weitere Informationen zur: SCHMALBLÄTTRIGE LUPINE oder BLAUEN LUPINE
💀Schmalblättrige Lupine oder Blaue Lupine
Die Schmalblättrige Lupine ist eine Pflanzenart der Gattung Lupinen (Lupinus) innerhalb der Familie Hülsenfrüchtler (Fabaceae).
Die Herkunft
Das natürliche Verbreitungsgebiet ist der Mittelmeerraum. Sie wurde als Zierpflanze in Mitteleuropa eingebürgert, schon bevor am Anfang des 19. Jahrhunderts mit dem Anbau begonnen wurde. Sie ist heute in ganz Mitteleuropa zu finden.
Die Blume
Blaue Lupine-BlattBlaue Lupine-Samen
Die Schmalblättrige Lupine ist eine ein- oder zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 40 bis 80 Zentimetern erreicht.
Die Samen
Die dicht behaarte, gerade Hülsenfrucht enthält vier bis sieben eiförmige Samen. Sie ist 5 bis 7 Zentimeter lang und 1 bis 1,25 Zentimeter breit und gelbbraun.
Das Gift
Lupinus angustifolius hat einen hohen Gehalt an Alkaloiden, z.B. Lupanin. Hauptgift: Chinolizidinalkaloide. Gefährlich sind vor allem die unreifen Samen und Hülsen.
Der Rote Fingerhut ist Heil- und Giftpflanze zugleich. Der Rote Fingerhut wurde zur Giftpflanze des Jahres2007 gewählt. Die Verwechslungsgefahr im ersten Jahr (wenn der Fingerhut nur eine bodennahe Blattrosette bildet) besteht vor allem mit dem Beinwell oder dem Roten Borretsch.
Weitere Informationen zum: ROTEN FINGERHUT
💀Roter Fingerhut
Die Blätter: Die Blätter fühlen sich samtig, weich und flauschig an. Sie sind fein-filzig behaart. Der Blattrand ist deutlich gekerbt oder leicht gezähnt. Die Blätter entspringen alle direkt am Boden aus einem Punkt (grundständig) und sind deutlich grüner auf der Oberseite. Der Blattstiel läuft oft leicht geflügelt in das Blatt über. Sie sind viel dünner und weniger fleischig als die der Königskerze.
Die Blüte: Die glockenförmigen Kronblätter besitzen innen charakteristische dunkelrote Flecken mit einem weißem Rand. Die Pflanzen blühen im zweiten Lebensjahr von Juni bis August. Die Blüten am aufrechten Stängel öffnen sich nacheinander von unten nach oben.
Die Samen und Früchte: Als Früchte bildet der Rote Fingerhut eiförmige Kapseln, die sich mit fünf Klappen öffnen und die einen halben Millimeter großen Samen freisetzen.
Die Wirkung: Diese wirken direkt auf das Herz-Kreislauf-System und führen zu schweren Rhythmusstörungen, Krämpfen und Herzversagen.
Roter Fingerhut gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Er ist in Europa häufig auf Kahlschlägen und Lichtungen vor allem von Buchenwäldern, auf Brandflächen oder am Wegesrand zu finden und bildet meist größere Gesellschaften.
Die Staude
Es handelt sich dabei um eine zweijährige krautige Staude, die einer tiefreichenden Pfahlwurzel entspringt und im ersten Jahr eine grundständige Blattrosette, im zweiten Jahr den bis zu 1,5 Meter hohen Stängel mit der Blütentraube ausbildet.
In der Rosette werden die lang gestielten Blätter bis zu 20 Zentimeter lang, am Stängel bleiben sie deutlich kleiner.
Die Früchte
Als Früchte bildet der Rote Fingerhut eiförmige Kapseln, die sich mit fünf Klappen öffnen und die einen halben Millimeter großen Samen freisetzen.
Die Bestäubung
Die Bestäubung erfolgt daher fast ausschließlich durch die kräftigen Hummeln (Bombus spec.). Sie kriechen in die Röhren hinein und werden dabei mit Pollen bepudert. Mit rund sechs Tagen Blütezeit sind die Blüten recht langlebig.
Pollen sammelt auch die Wildbiene Große Wollbiene (Anthidium manicatum).
Er ist eine alte Heilpflanze, die erst in der Neuzeit Eingang in die Gärten und Naturheilkunde fand. Erst im 18. Jahrhundert stellte man fest, dass die Einnahme kleiner Mengen die Herztätigkeit steigert und die Herzfrequenz herabsetzt. Der Effekt beruht auf Digitaloiden, herzwirksamen Glykosiden wie Digitoxin und Digoxin.
🟢Königskerze (Verbascum): Die Königskerze bildet im ersten Jahr eine extrem große Blattrosette. Da sie wie der Fingerhut lichte Waldränder und Böschungen besiedelt, besteht hohe Verwechslungsgefahr.
Weitere Informationen zu: KÖNIGSKERZE
🟢Königskerze
Die Blätter: Die Blätter besitzen eine dicke, filzig-wollige Behaarung, die oft gräulich-gelb oder fast weißlich schimmert. Wenn man das Blatt anfasst, fühlt es sich extrem dick, fleischig und pelzig an. Die Blätter laufen flach am Boden aus.
Die Blüte: Die Einzelblüten setzen sich aus fünf Kronblättern zusammen, die meistens gelb, bei manchen Arten oder Sorten jedoch auch weiß, rosa, purpurfarben oder blau sind. Die ungleichen Blütenblätter umgeben einen Kreis mit vier oder fünf Staubblättern. Die Staubfäden weisen meist eine wollige Behaarung auf und können genauso wie die Staubgefäße eine andere Farbe aufweisen als die Blütenblätter. (Quelle: Plantura)
Die Samen und Früchte: Nach dem Verblühen (ab Spätsommer) reifen am langen Blütenstand viele kleine, mehrklappige Kapselfrüchte heran.
Das Gift: Ungiftig.Sowohl die Blätter als auch die gelben Blüten dürfen gefressen werden. Die Pflanze ist bei Meerschweinchen meistens eher unbeliebt, weshalb sie oft liegen gelassen wird.
🟡Beinwell (Symphytum officinale):Pflanze des Monats Mai 2025: Der Echte Beinwell ist eine imposante Pflanze. Der Echte Beinwell ist in ganz Deutschland verbreitet.
Weitere Informationen zu: BEINWELL
🟡Beinwell
Die Blätter: Die Blätter sind steif, borstig und sehr rau. Sie fühlen sich fast wie Sandpapier an und können auf der menschlichen Haut leicht kratzen. Der Blattrand ist komplett glatt und ganzrandig (ohne Zacken oder Einkerbungen).
Die Blüte: Röhren- bis glockenförmig, in Bündeln angeordnet. Meist purpur-violett, rosa, weiß oder gelblich-weiß.
Die Samen und Früchte: Glatte, glänzende und fast schwarze Nüsschen (Klausen), etwa 3 bis 4 Millimeter lang. Schief eiförmig, in einer vierteiligen Klausenfrucht. Viele Blüten des Beinwells sind steril, weshalb sich nicht immer Samen bilden und die Vermehrung oft über die Wurzeln erfolgt.
Die Wirkung:Diese Stoffe schädigen auf Dauer die Leber.
Wichtig:Sie sollten Meerschweinchen daher nicht gezielt gefüttert werden.
🟡Borretsch (Borago officinalis): Der Borretsch ist einjährig und wird meist etwa einen halben Meter. Charakteristisch ist der ausgeprägte Duft beim Zerreiben.
Weitere Informationen zu: BORRETSCH
🟡Borretsch
Die Blätter:Die bis zu 15 Zentimeter langen Blätter sind steif, borstig und sehr rau. Sie fühlen sich fast wie Sandpapier an und können auf der menschlichen Haut leicht kratzen. Der Blattrand ist komplett glatt und ganzrandig (ohne Zacken oder Einkerbungen). Stängel und Laubblätter sind borstig behaart. Hat im Vergleich zum Fingerhut deutlich abgesetzte, dünnere Blattstiele.
Die Blüte: Die auffälligen nickenden Blüten sind fünfzählig, sternförmig, blau bis violett.
Die Samen und Früchte: In den Klausenfrüchten reifen die sechs Millimeter großen schwarzen Samen.
Bilder 21-24: Königskerze, Beinwell, Borretsch und Roter Fingerhut-Samen
💀Hecken-Kälberkropf oder Taumel-Kälberkropf (Chaerophyllum temulum)
Der Hecken-Kälberkopf ist für Meerschweinchen giftig. Er gehört zur Familie der Doldenblütler.
Er sieht der gesunden Wilden Möhre und dem Wiesenkerbel zum Verwechseln ähnlich, wächst aber oft am selben Standort wie der extrem tödliche Gefleckte Schierling.
Weitere Informationen zum: HECKEN-KÄLBERKROPF
💀Hecken-Kälberkropf
Die Blätter: Rund, rau und borstig behaart, an den Verzweigungen (Knoten) dick und oft rötlich oder violett gefleckt. Trübgrün, zwei- bis dreifach gefiederte Blätter mit stumpfen Zipfeln.
Die Blüte: Kleine, meist weiße Blüten in zusammengesetzten Dolden mit behaarten Strahlen, die von Mai bis Juni oder Juli blühen.
Die Samen und die Früchte: Die trockenen Früchte sind ca. 4 bis 6 mm lang, kahl oder leicht behaart und besitzen deutliche Rippen.
Die Wirkung: Führt zu Pupillenerweiterung, heftigem Durchfall, Lähmungserscheinungen der Beine, Krämpfen und bei größeren Mengen zum Tod.
🟢Wilde Möhre (Daucus carota): Riecht nach Möhre, wenn man sie zwischen den Fingern zerreibt. Sie ist ungiftig, obwohl sie zu den Doldenblütlern gehört.
Weitere Informationen zur: WILDEN MÖHRE
🟢Wilde Möhre
Die Blätter: Die Blätter der Wilden Möhre sind zwei- bis dreifach gefiedert, sehr filigran und duften beim Zerreiben typisch nach Möhre. Im ersten Jahr wächst eine grundständige Blattrosette; im zweiten Jahr sitzen die feinen Blätter an einem stark behaarten Stängel. Der Stängel ist komplett grün, meist behaart und hat Rillen.
Die Blüte: Die Wilde Möhre hat in der Mitte ihrer weißen Blütendolde fast immer einen einzigen, winzigen, schwarz-roten Punkt (die „Mohrenblüte“).
Die Samen und Früchte: Nach der Blüte ziehen sich die Dolden der zweijährigen Pflanze körbchenartig zusammen. Die kleinen, spitz zulaufenden Früchte (die botanisch Spaltfrüchte je zwei Samen enthalten) besitzen kleine Stacheln, mit denen sie sich an Tieren oder Kleidung anheften. Die Samen schmecken intensiv würzig, ähnlich wie eine Mischung aus Anis, Kümmel und Petersilie.
Das Gift: Ungiftig. Wilde Möhre ist für Meerschweinchen nicht giftig, sondern eine gesunde und beliebte Futterpflanze. Meerschweinchen dürfen sowohl die Blätter und Stängel als auch die Wurzeln fressen.
🟢Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris): Der Wiesenkerbel ist eine sehr häufige, heimische Wildpflanze. Er wird bis zu anderthalb Meter hoch und blüht im Frühjahr als erstes Doldengewächs. In der Erde verbirgt sich eine kräftige, rübenförmige Wurzel ähnlich einer Möhre.Er riecht beim Zerreiben angenehm frisch, krautig und leicht süßlich-würzig. Die Wurzel ist leicht giftig.
Weitere Informationen zu: WIESENKERBEL
🟢Wiesenkerbel
Die Blätter: Typische feinfiedrige Blättchen. Der gefurchte, ungefleckte Stängel ist innen hohl, steif behaart und dicht mit zwei- bis dreifach gefiederten, frischgrünen Blättern besetzt. Diese bilden eine grundständige Rosette und werden bis zu 30 Zentimeter lang. Der Umriss des Blattes ist dreieckig, mit länglich-eiförmigen und wiederum gefiederten, zierlichen Unterblättchen.
Die Blüte: Die für die Familie typischen Dolden sind Doppeldolden, bei denen die kleinen weißen Blüten in kleineren Döldchen zusammengefasst sind. Die Blütenblättchen sind außen größer als innen.
Die Samen und Früchte: Als Früchte erscheinen länglich-bauchige Doppelachänen, die in zwei glatte braune Samen zerfallen.
Das Gift: Ungiftig. Echter Wiesenkerbel ist gesund, gut verträglich und darf an Meerschweinchen verfüttert werden.
Bilder 31-33: Wilde Möhre, Wiesenkerbel und Hecken-Kälberkropf-Samen
💀Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)
Ein klassischer Fehler im Frühjahr, der für Meerschweinchen meist tödlich endet. Die Herbstzeitlosewird als eine der giftigsten Pflanzen Europas bezeichnet.
Weitere Informationen zu: HERBSTZEITLOSE
💀Herbstzeitlose
Die Blätter: Die Herbstzeitlose hat ein sehr ungewöhnliches Aussehen, da Blätter und Blüten zu völlig unterschiedlichen Jahreszeiten erscheinen. Sie sehen aus wie große Krokusse, unterscheiden sich aber durch sechs Staubblätter (Krokusse haben nur drei).
Die Blüte: Die trichterförmigen, zart lilafarbenen bis rosa Blüten (selten weiß) wachsen „nackt“ direkt aus dem Boden, da zu dieser Zeit keine Blätter vorhanden sind. Die Blüten werden etwa 10 bis 20 cm hoch.
Die Samen und Früchte: Im Zentrum der im Frühling wachsenden Blätter erscheint eine dreikantige, zunächst grüne und später braune Kapselfrucht. Die Kapsel enthält zahlreiche klebrige, schwarze Samen.
Die Blätter: Jedes einzelne Blatt wächst an einem eigenen, dünnen Stängel einzeln aus dem Boden. Die Blattunterseite ist matt.
Die Blüte: Die Blüten sind sternförmig und weiß. Sie sitzen zu vielen an einem bis zu 30 cm langen Stängel. Sie bilden eine kugelige Form.
Die Samen und die Früchte: Die unreifen Kapselfrüchte im späten Frühling sehen aus wie drei kleine, aneinandergeklebte Kugeln. Sie sind knackig und grün. Bei Reife (ab Sommer/Juni) platzen die Kapseln auf und geben die kleinen, schwarzen Samenkörner frei.
Das Gift:Ungiftig. Echter Bärlauch (Allium ursinum) ist in allen oberirdischen Teilen essbar und gesund. Entgegen einem weit verbreiteten Gerücht wird Bärlauch während oder nach der Blüte nicht giftig.
💀Maiglöckchen (Convallaria majalis):Das Maiglöckchenist im Frühjahr (April/Mai) eine der größten Gefahren beim Wildkräutersammeln im Wald oder am Waldrand. Die Giftpflanze des Jahres 2014.
Weitere Informationen zu: MAIGLÖCKCHEN
💀Maiglöckchen
Die Blätter: Die Blätter wachsen paarweise (immer zwei Blätter) an einem gemeinsamen Stängel. Die Unterseite des Blattes glänzt meistens.
Die Blüte: Glockenförmige Blüten in weiß mit tollem Duft kennzeichnen das Maiglöckchen neben den beiden aus einem Stiel wachsenden typischen Blättern.
Die Samen und die Früchte: Während die Blüte im Mai stattfindet, bilden sich im Sommer (um den August herum) aus diesen (sofern befruchtet) rote Beeren mit Samen. Diese werden gerne von Vögeln gefressen, die damit zur Ausbreitung der Maiglöckchen beitragen.
Das Gift:Tödlich. Die enthaltenen Glykoside belasten das Herz stark.
Die Wirkung: Kreislaufkollaps, Erbrechen und Durchfall.
Wichtig:Auch die Beeren sind wie die Pflanze selbst giftig!
Bilder 40-42: Bärlauchknolle, Maiglöckchen-Samen und Herbstzeitlose-Knolle
💀Jakobskreuzkraut(Jacobaea vulgaris)
Das Jakobskreuzkraut bildet im ersten Standjahr ebenfalls eine bodennahe Rosette. Die Rosette des Jakobskreuzkrauts wird extrem leicht mit Löwenzahn, Wildem Rucola oder Winterkresse verwechselt.
Der auffälligste Test ist der Geruch: Zerreibst du ein Blatt zwischen den Fingern, riecht es unangenehm streng, muffig oder bitter.
Wichtige Informationen zum: JAKOBSKREUZKRAUT
💀Jakobskreuzkraut
Neuere tiermedizinische Studien zeigen, dass Meerschweinchen eine bemerkenswerte Toleranz gegenüber Pyrrolizidinalkaloiden haben. Sie besitzen spezielle Leberenzyme, die die giftigen Alkaloide abbauen können, weshalb sie oral aufgenommenes Jakobskreuzkraut in der Regel symptomlos vertragen.
Da die Pflanze dennoch stark umstritten ist, sollte eine dauerhafte Überfütterung vermieden werden. Man sollte das Jakobskreuzkraut trotzdem strikt meiden.
Weitere Informationen zum: JAKOBSKREUZKRAUT
💀Jakobskreuzkraut
Die Blätter: Die Blätter sind bereits im ersten Jahr tief gefiedert (sehen fast kraus oder zerfetzt aus). Zudem ist die Blattunterseite oft leicht rötlich-violett überlaufen.
Die Blüte: Die gelben Blütenköpfe sehen aus wie kleine Gänseblümchen in Gelb und wachsen oben dicht zusammen wie ein flacher Schirm.
Die Samen und die Früchte: Eine einzelne Jakobskreuzkraut-Pflanze bildet nach der Blüte bis zu 150.000 kleine, flugfähige Samen (Früchte) aus, die ähnlich wie beim Löwenzahn einen Haarschopf besitzen und durch den Wind verbreitet werden, Die Samen sind im Boden extrem langlebig und bleiben oft bis zu 20 Jahre keimfähig.
Die Wirkung:Soll unheilbare Leberschäden verursachen. Da sich das Gift im Körper anreichert, ist die Wirkung schleichend. Im Heu wird es oft unbemerkt mitgefressen.
🟢Löwenzahn(Taraxacum officinale): Löwenzahn ist eine sehr häufige Wildpflanze mit leuchtend gelben Blüten und gezackten Blättern. Nach der Blüte entsteht die bekannte Pusteblume mit ihren weißem Schirmchen. Die Pflanze enthält einen weißen Milchsaft, wächst fast überall und gilt oft als Unkraut, ist aber wichtig für Bienen. Die Pflanze wird meist 10 bis 50 cm hoch.
Weitere Informationen zum: LÖWENZAHN
🟢Löwenzahn
Die Blätter: Sie sind grundständig in einer Rosette angeordnet, tief unregelmäßig gelappt, gezähnt (schrotsägeförmig) und erinnern an die Zähne eines Löwen. Der Stängel ist blattlos, hohl, bricht leicht ab und führt einen weißen Milchsaft.
Die Blüte: Er hat leuchtend gelbe, körbchenförmige Blüten aus zahlreichen Zungenblüten, die von abstehenden oder zurückgekrümmten Hochblättern umgeben sind.
Die Samen und die Früchte: Nach der Blüte entsteht ein kugelrunder, wolliger Fruchtstand mit kleinen Samen, die an feinen, weißen Haarschöpfen (Fallschirmen) hängen.
Das Gift:Ungiftig. Blüten, Blätter und Wurzeln sind grundsätzlich essbar und reich an Vitaminen sowie Mineralstoffen. Er enthält Bitterstoffe, Harze und Triterpene.
Der Hauptunterschied zwischen klassischem Rucola (auch Salat-Rauke genannt) und der Wilden Rauke liegt in der Pflanzenart, dem Geschmack und der Lebensdauer.
Weitere Informationen zu: WILDER RUCOLA oder SCHMALBLÄTTRIGER DOPPELSAME
🟢Wilder Rucola oder Schmalblättriger Doppelsame
Die Blätter: Dunkelgrün (manchmal mit hellem Mittelstreifen), tief fiederspaltig, stark eingeschnitten und sägeartig gezähnt. Die Unterseite ist oft heller. Erinnert an Löwenzahn. Die Pflanzenteile, besonders die Blätter, riechen durch Senfölglycoside intensiv-scharf, würzig.
Die Blüte: Kleine, leuchtend gelbe Blüten mit vier Kronblüten (typisch für Kreuzblütengewächse wie Raps), die in Trauben stehen.
Die Samen und Früchte: Die Früchte der wilden Rauke sind etwa zwei bis sechs Zentimeter lange, schmale Schoten, in denen sich zahlreiche kleine, braune und rundliche beziehungsweise zweireihig angeordnete Samen befinden.
Das Gift:Ungiftig. Wilder Rucola enthält viele gesunde Senfölglycoside, aber auch Erucasäure und Nitrate.
Die Wirkung: Die enthaltenen Bitterstoffe regen die Produktion von Magensaft an und unterstützen den Stoffwechsel. Senföle (Glucosinolate) und Antioxidantien wie Vitamin C schützen die Zellen vor freien Radikalen. Wertvolle Inhaltsstoffe wie Folsäure, Eisen und Beta-Carotin stärken das Immunsystem.
Geschmack: Intensiv würzig, scharf-nussig und deutlich kräftiger als die breiteren Blätter der einjährigen Kultur-Salatrauke.
🟢Winterkresse (Barbarea vulgaris): Die Winterkresse ist eine robuste, winterfeste Wild- und Heilpflanze aus der Familie der Kreuzblütler.
Weitere Informationen zu: WINTERKRESSE
🟢Winterkresse
Die Blätter: Sie wächst aufrecht und bildet im ersten Jahr dichte, kräftig grüne Blattrosetten. Die grundständigen Blätter sind glänzend, länglich, gezähnt und oft paarig gefiedert. Die oberen Stängelblätter sind kleiner und ungeteilter.
Die Blüte: Von April bis Juli zeigt die Winterkressetraubenartige, leuchtend zitronengelbe Blüten. Typisch für Kreuzblütler wie den Raps besitzen die Blüten vier Kronblätter in Kreuzform.
Die Samen und Früchte: Nach der Blüte von April bis Juni wachsen 15 bis 30 Millimeter lange, linealische Schoten. Sie stehen sparrig oder aufrecht-aufsteigend vom Stängel ab, sind stielrund bis leicht vierkantig und tragen an der Spitze einen kurzen, schlanken Griffel (ca. 2 bis 3 Millimeter lang.
Das Gift:Ungiftig: Ein sehr übermäßiger Verzehr kann wegen der enthaltenen Senfölglycoside den Magen reizen.Bei Vorerkrankungen der Nieren sollten Sie vor dem Verzehr größerer Mengen ärztlichen Rat einholen.
Die Wirkung: Der hohe Gehalt an Vitamin C beugt Erkältungen vor und stärkt den Körper in der kalten Jahreszeit. Enthaltene Bitterstoffe und Senföle regen den Appetit, die Verdauungssäfte und den Stoffwechsel an.
Interessant: In der Volksmedizin gilt das Kraut als blutreinigend, harntreibend und leicht wundheilend (früher teils als Pflaster genutzt). Die medizinische Wirksamkeit bei bestimmten Leiden ist wissenschaftlich meist nicht eindeutig bestätigt; frisch verzehrt ist sie vor allem ein gesundes Wildgemüse.
Bilder 47-48: Löwenzahn, Wilder Rucola, Winterkresse und Jakobskreuzkraut-Samen
💀Maiglöckchen (Convallaria majalis)
Das Maiglöckchen ist im Frühjahr (April/Mai) eine der größten Gefahren beim Wildkräutersammeln im Wald oder am Waldrand. Die Giftpflanze des Jahres 2014.
Weitere Informationen zu: MAIGLÖCKCHEN
💀Maiglöckchen
Die Blätter: Die Blätter wachsen paarweise (immer zwei Blätter) an einem gemeinsamen Stängel. Die Unterseite des Blattes glänzt meistens.
Die Blüte: Glockenförmige Blüten in weiß mit tollem Duft kennzeichnen das Maiglöckchen neben den beiden aus einem Stiel wachsenden typischen Blättern.
Die Samen und die Früchte: Während die Blüte im Mai stattfindet, bilden sich im Sommer (um den August herum) aus diesen (sofern befruchtet) rote Beeren mit Samen. Diese werden gerne von Vögeln gefressen, die damit zur Ausbreitung der Maiglöckchen beitragen.
Das Gift:Tödlich. Die enthaltenen Glykoside belasten das Herz stark.
Die Wirkung: Kreislaufkollaps, Erbrechen und Durchfall.
Wichtig:Auch die Beeren sind wie die Pflanze selbst giftig!
Die Blätter: Jedes einzelne Blatt wächst an einem eigenen, dünnen Stängel einzeln aus dem Boden. Die Blattunterseite ist matt.
Die Blüte: Die Blüten sind sternförmig und weiß. Sie sitzen zu vielen an einem bis zu 30 cm langen Stängel. Sie bilden eine kugelige Form.
Die Samen und die Früchte: Die unreifen Kapselfrüchte im späten Frühling sehen aus wie drei kleine, aneinandergeklebte Kugeln. Sie sind knackig und grün. Bei Reife (ab Sommer/Juni) platzen die Kapseln auf und geben die kleinen, schwarzen Samenkörner frei.
Das Gift:Ungiftig. Echter Bärlauch ist in allen oberirdischen Teilen essbar und gesund. Entgegen einem weit verbreiteten Gerücht wird Bärlauch während oder nach der Blüte nicht giftig.
💀Herbstzeitlose (Colchicum autumnale): Ein klassischer Fehler im Frühjahr, der für Meerschweinchen meist tödlich endet. Die Herbstzeitlose wird als eine der giftigsten Pflanzen Europas bezeichnet.
Weitere Informationen zur: HERBSTZEITLOSEN
💀Herbstzeitlose
Die Blätter: Die Herbstzeitlose hat ein sehr ungewöhnliches Aussehen, da Blätter und Blüten zu völlig unterschiedlichen Jahreszeiten erscheinen. Sie sehen aus wie große Krokusse, unterscheiden sich aber durch sechs Staubblätter (Krokusse haben nur drei).
Die Blüte: Die trichterförmigen, zart lilafarbenen bis rosa Blüten (selten weiß) wachsen „nackt“ direkt aus dem Boden, da zu dieser Zeit keine Blätter vorhanden sind. Die Blüten werden etwa 10 bis 20 cm hoch.
Die Samen und Früchte: Im Zentrum der im Frühling wachsenden Blätter erscheint eine dreikantige, zunächst grüne und später braune Kapselfrucht. Die Kapsel enthält zahlreiche klebrige, schwarze Samen.
Bilder 54-56: Bärlauch, Herbstzeitlose und Maiglöckchen-Samen
Doldenblütler
Wer Doldenblütler erkennen möchte, braucht mehr als einen schnellen Blick auf die Blüte. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Stängel, Blattform, Geruch, Standort und Blütenaufbau.
Doldenblütler sind leicht zu erkennen: Ihre vielen kleinen Blüten stehen in typischen, schirmartigen Dolden. Da giftige Arten oft harmlosen essbaren Pflanzen ähneln, besteht ein hohes Verwechslungsrisiko. Giftige Arten riechen oft unangenehm (nach Mäuseurin oder stechend) statt aromatisch.
Gefleckter Schierling: Der stark giftige Doldenblütler ist ein eher seltener Anblick und wird in der Roten Liste zu den gefährdeten Arten gezählt. Er ist wohl der gefürchtetste heimische Doldenblütler.
Weitere Informationen zum: GEFLECKTEN SCHIERLING
💀Gefleckter Schierling
Die Blätter: Die Blätter des Gefleckten Schierlings sind 2- bis 5-fach gefiedert, im Umriss dreieckig-eiförmig und völlig kahl. Der Stängel ist unbehaart und hat im unteren Bereich auffällige rötliche oder purpurne Flecken. Riecht unangenehm und stechend nach Mäuseurin oder Schweiß.
Die Blüten: Die Kronblätter sind trübweiß, unscheinbar und nicht strahlend (die äußeren Blüten sind nur minimal größer als die inneren). Sie bilden zusammengesetzte Dolden mit 8 bis 15 Döldchen, die kleine, häutige Hüll- und Hüllchenblätter besitzen. Die Pflanze blüht von Juni bis August (gelegentlich bis September).
Die Samen und Früchte: Die kleinen, etwa 3 mm langen Früchte reifen nach der Blüte (ab Spätsommer) von grün zu graubraun und zerfallen in zwei Teilfrüchte (Spaltfrüchte). Sie besitzen charakteristische, scharfe und wellig gekerbte Rippen. Die Samen sind äußerst langlebig und bleiben im Boden oft jahrelang oder sogar jahrzehntelang keimfähig.
Die Wirkung: Lähmen die Atemmuskulatur bei vollem Bewusstsein. Schneller Erstickungstod.
Gefleckter Schierling ist eine zweijährige krautige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae), das 80-200 Zentimeter hoch wird. Sie fällt besonders wegen ihres starken Gestanks auf.
Pollenquelle
Der Gefleckte Schierling dient der Sandbiene(Andrena proxima) als Pollenquelle. Als Raupenfutter kommt er wegen seiner Giftstoffe bei keiner der einheimischen Schmetterlingsarten zum Einsatz.
Als Heilpflanze
Von der Antike bis in die Neuzeit verwendete man den Gefleckten Schierling vorzugsweise äußerlich und in kleinen Mengen gegen Augenentzündungen sowie zur Dämpfung des Geschlechtstriebes und des Milchflusses nach der Stillzeit.
In der Homöopathie verwendet man Conium maculatum-Globuli bei Alterserscheinungen, Frauenkrankheiten, Arteriosklerose und Impotenz.
Die größten Mengen toxischer Substanzen finden sich in den Wurzeln und unreifen Samen, die bereits die alten Griechen in Form des Schierlingsbechers für Hinrichtungen verwendeten.
Das PseudoalkaloidConiin führt zu Tod durch Atemlähmung.
🟢Wilde Möhre (Daucus carota): Riecht nach Möhre, wenn man sie zwischen den Fingern zerreibt. Sie ist ungiftig, obwohl sie zu den Doldenblütlern gehört.
Weitere Informationen zu: WILDE MÖHRE
🟢Wilde Möhre
Die Blätter: Die Blätter der Wilden Möhre sind zwei- bis dreifach gefiedert, sehr filigran und duften beim Zerreiben typisch nach Möhre. Im ersten Jahr wächst eine grundständige Blattrosette; im zweiten Jahr sitzen die feinen Blätter an einem stark behaarten Stängel. Der Stängel ist komplett grün, meist behaart und hat Rillen.
Die Blüte: Die Wilde Möhre hat in der Mitte ihrer weißen Blütendolde fast immer einen einzigen, winzigen, schwarz-roten Punkt (die „Mohrenblüte“).
Die Samen und Früchte: Nach der Blüte ziehen sich die Dolden der zweijährigen Pflanze körbchenartig zusammen. Die kleinen, spitz zulaufenden Früchte (die botanisch Spaltfrüchte je zwei Samen enthalten) besitzen kleine Stacheln, mit denen sie sich an Tieren oder Kleidung anheften. Die Samen schmecken intensiv würzig, ähnlich wie eine Mischung aus Anis, Kümmel und Petersilie.
Das Gift:Ungiftig. Wilde Möhre ist für Meerschweinchen nicht giftig, sondern eine gesunde und beliebte Futterpflanze. Meerschweinchen dürfen sowohl die Blätter und Stängel als auch die Wurzeln fressen.
Die Blätter: Fein gefiederte, weiche, hellgrüne Blätter. Gefurchte, am Grund oft leicht behaarten Stängel und kleine weißen Blüten in Doppeldolden. Die hellgrünen Blätter sind stark gefiedert und erinnern leicht an glatte Petersilie oder Farn. Er riecht angenehm aromatisch-würzig und wird bis zu 150 cm hoch.
Die Blüte: Kleine, weiße Blüten in vielstrahligen Doppeldolden. Meist zwischen Mai und Juni (im ersten Wachstumsjahr).
Die Samen und Früchte: Die Früchte des Kerbels sind schlank, länglich-oval und besitzen eine feine Furchung. Botanisch gesehen handelt es sich um Doppelachänen (Spaltfrüchte). Reife Kerbelsamen verfärben sich dunkelbraun bis schwarz.
Gift:Ungiftig. Die Blätter des echten Gartenkerbels enthalten wertvolle Vitamine und ätherische Öle, die in geringen Mengen (zum Beispiel als Beigabe im Futter) unbedenklich sind. Er enthält unter anderem ätherische Öle wie Estragol. Bei extrem hohen Mengen können manche Inhaltsstoffe jedoch den Magen reizen. Kräuter daher immer nur in kleinen Portionen füttern.
🟢Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris): Der Wiesenkerbel ist eine sehr häufige, heimische Wildpflanze. Er wird bis zu anderthalb Meter hoch und blüht im Frühjahr als erstes Doldengewächs. In der Erde verbirgt sich eine kräftige, rübenförmige Wurzel ähnlich einer Möhre.Er riecht beim Zerreiben angenehm frisch, krautig und leicht süßlich-würzig. Die Wurzel ist leicht giftig.
Weitere Informationen zu: WIESENKERBEL
🟢Wiesenkerbel
Die Blätter: Typische feinfiedrige Blättchen. Der gefurchte, ungefleckte Stängel ist innen hohl, steif behaart und dicht mit zwei- bis dreifach gefiederten, frischgrünen Blättern besetzt. Diese bilden eine grundständige Rosette und werden bis zu 30 Zentimeter lang. Der Umriss des Blattes ist dreieckig, mit länglich-eiförmigen und wiederum gefiederten, zierlichen Unterblättchen.
Die Blüte: Die für die Familie typischen Dolden sind Doppeldolden, bei denen die kleinen weißen Blüten in kleineren Döldchen zusammengefasst sind. Die Blütenblättchen sind außen größer als innen.
Die Samen und Früchte: Als Früchte erscheinen länglich-bauchige Doppelachänen, die in zwei glatte braune Samen zerfallen.
Das Gift: Ungiftig. Echter Wiesenkerbel ist gesund, gut verträglich und darf an Meerschweinchen verfüttert werden.
Bilder 65-68: Wilde Möhre, Kerbel, Wiesenkerbel und Gefleckter Schierling-Samen
💀Schierling / Wasserschierling (Cicuta virosa)
Der stark giftige Wasserschierling ist ein gefürchteter heimische Doldenblütler. Er steht laut Roter Liste auf der Vorwarnliste.
Extreme Verwechslungsgefahr mit essbaren Doldenblütlern wie Wiesenkerbel oder Wilden Möhren. Beide Pflanzen sind extrem schwer von Wilden Möhren oder Wiesenkerbel zu unterscheiden. Für Halter, die Wiesenkräuter sammeln, sind sie die größte unsichtbare Gefahr.
Weitere Informationen zum: WASSERSCHIERLING
💀Wasserschierling
Die Blätter: Die Pflanze wird 60 bis 150 cm hoch. Der aufrechte Stängel ist hohl, hat feine Rillen und ist oft rötlich überlaufen oder gestreift. Die Blätter sind zwei- bis dreifach gefiedert, fein geschnitten und ähneln Karotten, Fenchel oder Petersilie.
Die Blüte: Von Juli bis August zeigt die Pflanze kleine, weiße Blüten in großen Dolden mit 15 bis 25 Strahlen.
Die Samen und die Früchte: Die Früchte sind eiförmig bis kugelig, gelblich-braun und besitzen einen Durchmesser von etwa 2 bis 3 Millimetern. Sie verfügen über ein spezielles Schwimmgewebe, das eine Ausbreitung über das Wasser ermöglicht (Schwimmausbreitung).
Die Wirkung: Lähmen die Atemmuskulatur bei vollem Bewusstsein. Schneller Erstickungstod.
Wasserschierling ist weit verbreitet und kommt, außer im Alpen, in allen Regionen Deutschlands mäßig häufig vor. Vorwiegend in Höhenstufen von Tiefland bis Mittelgebirge.
Der Wasserschierling ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler. Er erreicht Wuchshöhen von ca. 1,50 Meter.
Die Blüte
Er blüht von Juli bis September. Die Blütenfarbe ist weiß.
Die Früchte
Runde bis eiförmige, gelblich-braune Früchte und diese sind mit Schwimmgewebe für die Schwimmausbreitung ausgestattet.
Die Giftpflanze
Wasserschierling-BlattWasserschierling-Samen
Alle Teile der Pflanze sind sehr giftig, besonders die Knollen
Rote Liste
Wasserschierling ist laut Roter Liste auf der Vorwarnliste.
🟢Wilde Möhre (Daucus carota): Riecht nach Möhre, wenn man sie zwischen den Fingern zerreibt. Sie ist ungiftig, obwohl sie zu den Doldenblütlern gehört.
Weitere Informationen zur: WILDEN MÖHRE
🟢Wilde Möhre
Die Blätter: Die Blätter der Wilden Möhre sind zwei- bis dreifach gefiedert, sehr filigran und duften beim Zerreiben typisch nach Möhre. Im ersten Jahr wächst eine grundständige Blattrosette; im zweiten Jahr sitzen die feinen Blätter an einem stark behaarten Stängel. Der Stängel ist komplett grün, meist behaart und hat Rillen.
Die Blüte: Die Wilde Möhre hat in der Mitte ihrer weißen Blütendolde fast immer einen einzigen, winzigen, schwarz-roten Punkt (die „Mohrenblüte“).
Die Samen und Früchte: Nach der Blüte ziehen sich die Dolden der zweijährigen Pflanze körbchenartig zusammen. Die kleinen, spitz zulaufenden Früchte (die botanisch Spaltfrüchte je zwei Samen enthalten) besitzen kleine Stacheln, mit denen sie sich an Tieren oder Kleidung anheften. Die Samen schmecken intensiv würzig, ähnlich wie eine Mischung aus Anis, Kümmel und Petersilie.
Das Gift: Ungiftig. Wilde Möhre ist für Meerschweinchen nicht giftig, sondern eine gesunde und beliebte Futterpflanze. Meerschweinchen dürfen sowohl die Blätter und Stängel als auch die Wurzeln fressen.
🟢Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris): Der Wiesenkerbel ist eine sehr häufige, heimische Wildpflanze. Er wird bis zu anderthalb Meter hoch und blüht im Frühjahr als erstes Doldengewächs. In der Erde verbirgt sich eine kräftige, rübenförmige Wurzel ähnlich einer Möhre.Er riecht beim Zerreiben angenehm frisch, krautig und leicht süßlich-würzig. Die Wurzel ist leicht giftig.
Weitere Informationen zum: WIESENKERBEL
🟢Wiesenkerbel
Die Blätter: Typische feinfiedrige Blättchen. Der gefurchte, ungefleckte Stängel ist innen hohl, steif behaart und dicht mit zwei- bis dreifach gefiederten, frischgrünen Blättern besetzt. Diese bilden eine grundständige Rosette und werden bis zu 30 Zentimeter lang. Der Umriss des Blattes ist dreieckig, mit länglich-eiförmigen und wiederum gefiederten, zierlichen Unterblättchen.
Die Blüte: Die für die Familie typischen Dolden sind Doppeldolden, bei denen die kleinen weißen Blüten in kleineren Döldchen zusammengefasst sind. Die Blütenblättchen sind außen größer als innen.
Die Samen und Früchte: Als Früchte erscheinen länglich-bauchige Doppelachänen, die in zwei glatte braune Samen zerfallen.
Das Gift: Ungiftig. Echter Wiesenkerbel ist gesund, gut verträglich und darf an Meerschweinchen verfüttert werden.
Bilder 75-77: Wilde Möhre, Wiesenkerbel und Wasserschierling-Samen
💀Wunderbaum (Ricinus communis)
💀Wunderbaum (Ricinus comunis): Eines der stärksten Gifte überhaupt. Verwechslungsgefahr mit wilden Wein, dieser rankt jedoch und ist kein Busch. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal: Die Blätter des Wunderbaums sind schildförmig und tief handförmig gespalten, oft rötlich-violett überhaucht, während Wilder Wein meist drei- bis fünflappige, kletternde Ranken bildet.
Weitere Informationen zum: WUNDERBAUM
💀Wunderbaum
Die Blätter: Die Blätter sind riesig, schildförmig und handförmig in 5 bis 11 spitze Lappen gespalten. Der Rand ist stark gezähnt. Das Blatt ist zusammenhängend (schildförmig). Die einzelnen Zacken/Lappen sind tief eingeschnitten, wachsen aber alle aus einer einzigen, geschlossenen Blattfläche heraus (wie bei einem großen Ahornblatt). Die Stängel und Blätter sind oft auffällig dunkelrot, purpur oder bläulich-grün gefärbt. Er hat dicke, kräftige, oft rötliche Stängel, benötigt keine Rankhilfe und klettert niemals an Wänden hoch.
Die Blüte: Jeder Blütenstand trägt getrennt voneinander männliche und weibliche Blüten. Sie sitzen im unteren Teil des Blütenstands, sind weißlich-gelb und haben gut sichtbare, verzweigte Staubfäden. Sie befinden sich in der oberen Hälfte des Standes und fallen durch auffällig rote oder rötliche Narben auf.
Die Samen und Früchte: Nach der Blüte reifen weichstachelige, rotbraune Kapselfrüchte heran, die stark giftige Samen enthalten. Sind besonders gefährlich, wenn die Samenschale zerkaut oder beschädigt wird. Unzerkaut passieren sie oft den Magen, wodurch das Risiko sinkt, aber das Kauen setzt das Gift frei.
Das Gift: Tödlich. Verklumpt die roten Blutkörperchen und zerstört die Organe. Bereits 1 g Samen pro kg Körpergewicht ist tödlich. Das Toxin Rizin blockiert die Eiweißherstellung in Zellen und führt zum Absterben des Gewebes. Blätter und Stängel enthalten ebenfalls geringere Mengen an Giftstoffen.
Die Wirksamkeit: Starkes Brennen im Mund und Rachen. Übelkeit, heftiges Erbrechen und blutige Durchfälle. Schwerer Flüssigkeitsverlust und Kreislaufkollaps. Schädigung von Leber, Nieren und Blutgefäßen (Thromboseringefahr) .
Wichtig: Wenn die stacheligen Fruchtkapseln im Herbst aufplatzen, dürfen die herabfallenden Samen niemals im Gehegebereich landen.
🟡Herbst-Anemone (Anemone hupehensis): Die Herbst-Anemone ist eine ausdauernde krautige sommergrüne Pflanze. Sie erreicht Wuchshöhen von ca. 80 Zentimeter. Sie wurzelt flach. Junge Triebe des Wunderbaums im Beet können im ersten Moment an die tief gelappten Blätter von Herbst-Anemonen erinnern.
Weitere Informationen zur: HERBST-ANEMONE
🟡Herbst-Anemone
Die Blätter: An jedem Pflanzenexemplar werden drei bis fünf intensiv behaarte Laubblätter gebildet, die in Blattstiel und Blattspreite gegliedert sind. Die Blattstiele sind 5 bis 35cm lang. Die Blattspreite ist dreiteilig gefiedert. Die eiförmigen Fiederblätter sind jeweils 2 bis 5cm lang gestielt, das mittlere ist 4 bis 10cm lang und 3 bis 10cm breit, die seitlichen sind kleiner.
Die Blüte: Unzählige zarte Blüten in Rosa, Weiß oder Rot, Herbst-Anemonen zählen zu den schönsten Blumen im spätsommerlichen und herbstlichen Beet.
Die Samen und Früchte: Die einzelnen Früchte sind kleine Nüsschen (Achänen), die mit langen, weißen Haaren versehen sind. Durch diese Haare trägt der Wind die Samen davon (daher auch der Name Windblume).
Das Gift: Schwach bis mittelgiftig. Herbst-Anemone ist in allen Teilen giftig. Die Pflanze enthält den Giftstoff Protoanemonin. Dieser Stoff ist in dem frischen Pflanzensaft enthalten.
Die Wirksamkeit: Der Saft reizt die Haut. Es kann zu Rötungen, Juckreiz oder Bläschen kommen. Beim Essen der Pflanze reagiert der Körper mit Magen-Darm-Beschwerden.
Weitere Informationen zur: SELBSTKLETTERNDEN JUNGFERNREBE oder WILDER WEIN
🟡Selbstkletternde Jungfernrebe oder Wilder Wein
Die Blätter: Ist eine Kletterpflanze (Ranke). Er bildet lange, dünne Triebe mit kleinen Haftscheiben oder Ranken, mit denen er sich an Zäunen, Mauern oder Bäumen hochzieht. Das Blatt ist vollständig gefiedert. Es besteht aus 5 (manchmal 3) einzelnen, komplett voneinander getrennten Blättchen, die an einem gemeinsamen Stiel sitzen (ähnlich wie Kastanienblätter). Gegen Ende des Jahres erstrahlen sie in einer prachtvollen zunächst orangeroten, zuletzt karminroten Herbstfärbung.
Die Blüte: Die weißlichen Blüten der Selbstkletternden Jungfernrebe sind recht unscheinbar und stehen in unauffälligen halbkugeligen Rispen aus 80-150 Einzelblüten. Sie enthalten vier oder fünf kurze grünliche Kronblätter.
Die Samen und Früchte: Aus ihnen entstehen im Herbst 5-8 Millimeter große dunkelviolette bis blauschwarze Beeren, die weit in den Winter stehenbleiben und sich zuvor meist unter dem Laub versteckt halten.
Das Gift: Schwach bis mittelgiftig. Alle Teile der Pflanze enthalten Oxalsäure, besonders hoch ist die Konzentration jedoch in den blauschwarzen Beeren.
Die Wirksamkeit: Bei Meerschweinchen führt es zu schweren Verdauungsproblemen, Durchfall und Schleimhautreizungen. Er darf auf keinen Fall verfüttert werden.
🟢Reispapierbaum (Tetrapanax papyrifer): Der Reispapierbaum wächst als schnellwüchsiger und immergrüner Strauch oder kleiner Baum, der Wuchshöhen von bis zu 3–5 Meter erreicht.
Vor allem junge Blätter sehen dem Wunderbaum täuschend ähnlich. Der Reispapierbaum ist ungiftig, hat aber oft eine filzigere, hellere Blattunterseite.
Weitere Informationen zum: REISPAPIERBAUM
🟢Reispapierbaum
Die Blätter: Die extrem großen, schirmartig an der Stammspitze angeordneten Blätter haben einen Durchmesser von 40 bis zu 100 Zentimetern. Sie sind handförmig gelappt (7- bis 12-fach geteilt) mit spitzen Enden und erinnern an riesige Feigen- oder Efeublätter. Die Oberseite ist meist kahl, während die Unterseite und die langen Blattstiele eine weiche, filzige Behaarung aufweisen. Die Pflanzen sind dicht mit rostfarbigen oder blass braunen Sternhaaren bedeckt. Bei leichter Kälte oder Frost verfärben sich die Blätter oft lila, welken und fallen ab; bei mildem Wetter bleibt die Pflanze teils immergrün.
Die Blüte: Von August bis Oktober (oder im Spätherbst) erscheinen große, rispige, cremeweiße bis gelbliche Blütentrauben. Die stark nektaraltigen Blüten verströmen einen süßlichen Honigduft und ziehen zahlreiche Insekten an.
Die Samen und Früchte: Später bilden sich dunkel purpurfarbene, kugelige, etwa 4 mm große Steinfrüchte.
Das Gift: Ungiftig. Es sind keine giftigen Inhaltsstoffe bekannt. Der Kontakt mit Blättern oder Stielen ist harmlos. Die feinen Haare an den Blattunterseiten und Trieben können bei empfindlicher Haut manchmal leichte Reizungen verursachen. Tragen Sie bei der Gartenarbeit notfalls Handschuhe.
Die Verwendung: Das weiße Mark im Inneren des Stammes wird in seiner Heimat in Asien traditionell für die Herstellung von leichtem Reispapier genutzt.
Scharfer Hahnenfuß ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die bis zu einen Meter hoch wird und durch ihr e leuchtend gelben Blüten auffällt. Die auch als Butterblumebezeichnete Staude aus der Familie der Hahnenfußgewächse(Ranunculaceae) fällt besonders ins Auge, weil sie von Weidetieren meist nicht gefressen wird – das liegt an einem enthaltenen scharf schmeckenden Gift. Getrocknet verliert die Pflanze ihre Giftigkeit.
Weitere Informationen zum: SCHARFEN HAHNENFUSS
⚠️Scharfer Hahnenfuß
Die Blätter: Vor der Blüte sehen sich die Rosetten auf der Wiese manchmal täuschend ähnlich. Die Pflanze wächst aufrecht, wird 30 bis 100 cm hoch, hat einen runden, unten hohlen und anliegend behaarten Stängel und bildet keine kriechenden Ausläufer. Die Grundblätter sind lang gestielt und handförmig tief drei- bis fünfgeteilt. Die Abschnitte sind ihrerseits nochmals gelappt oder geteilt. Die oberen Stängelblätter sind kleiner, kürzer gestielt und weniger geteilt.
Die Blüte: Die Blüte des Scharfen Hahnenfußes zeigt sich als leuchtend gelbe, schalenförmige und stark glänzende Einzelblüte von etwa zweieinhalb Zentimetern Durchmessern. Die Blütenblätter besitzen einen charakteristischen Lackglanz, der das Licht reflektiert und Insekten anlockt. Botanisch hat die Blüte keine klassische Trennung in Kelch und Krone. Sie besitzt fünf abstehende, behaarte grüne Kelchblätter (Perigonblätter) sowie fünf kronblattartige Nektarblätter. Die Hauptblütezeit erstreckt sich von Mai bis September (gelegentlich ab April bis in den Oktober).
Die Samen und die Früchte: Nach der Blüte entstehen kugelige Sammelnussfrüchte mit kurzen, gebogenen Nüsschen.
Das Gift: Stark Giftig. Das enthaltene Gift Protoanemonin reizt die Schleimhäute im Maul und Magen im frischen Zustand extrem stark (führt zu Blasenbildung und schweren Entzündungen).
Die Wirkung: Führt zu schweren Entzündungen der Atemwege, des Magens und der Harnwege.
Wichtig: Beim Trocknen im Heu wandelt sich das Gift in das völlig ungiftige Anemonin um.
🟢Löwenzahn (Taraxacum officinale):Löwenzahn ist eine sehr häufige Wildpflanze mit leuchtend gelben Blüten und gezackten Blättern. Nach der Blüte entsteht die bekannte Pusteblume mit ihren weißem Schirmchen. Die Pflanze enthält einen weißen Milchsaft, wächst fast überall und gilt oft als Unkraut, ist aber wichtig für Bienen. Die Pflanze wird meist 10 bis 50 cm hoch.
Weitere Informationen zum: LÖWENZAHN
🟢Löwenzahn
Die Blätter: Sie sind grundständig in einer Rosette angeordnet, tief unregelmäßig gelappt, gezähnt (schrotsägeförmig) und erinnern an die Zähne eines Löwen. Der Stängel ist blattlos, hohl, bricht leicht ab und führt einen weißen Milchsaft.
Die Blüte: Er hat leuchtend gelbe, körbchenförmige Blüten aus zahlreichen Zungenblüten, die von abstehenden oder zurückgekrümmten Hochblättern umgeben sind.
Die Samen und die Früchte: Nach der Blüte entsteht ein kugelrunder, wolliger Fruchtstand mit kleinen Samen, die an feinen, weißen Haarschöpfen (Fallschirmen) hängen.
Das Gift: Ungiftig. Blüten, Blätter und Wurzeln sind grundsätzlich essbar und reich an Vitaminen sowie Mineralstoffen. Er enthält Bitterstoffe, Harze und Triterpene.
Bilder 94-95: Löwenzahn und Scharfer Hahnenfuß-Samen
⚠️Oleander (Nerium oleander)
Oleanderist giftig für Meerschweinchen und Menschen. Er ist in allen Pflanzenteilen stark giftig, in den Blättern ist die Giftkonzentration am höchsten. Das Oleanderblatt ist im Vergleich zu Weidenblättern sehr hart, dick und lederartig.
Weitere Informationen zum: OLEANDER
⚠️Oleander
Die Blätter: Wenn man es biegt, bricht oder knickt es eher, anstatt sich weich zu biegen. Zudem hat das Oleanderblatt eine auffällig helle, sehr stark ausgeprägte Hauptader (Zentralnerv) in der Mitte, von der viele kleine Adern rechtwinklig abgehen. Weidenblätter sind meist viel weicher und dünn.
Die Blüte: Die Hauptblütezeit liegt im Hochsommer zwischen Juni und September. Es gibt zahlreiche Sorten mit einfachen oder gefüllten Blüten in Weiß, Gelb, Rosa, Apricot oder Dunkelrot.
Die Samen und Früchte: Der Oleander bildet nach warmer Witterung und erfolgreicher Bestäubung längliche, schotenähnliche Balgfrüchte (Samenkapseln) aus, in denen sich stark beflügelte, hochgiftige Samen befinden.
Das Gift: Hochgradig giftig. Oleander enthält verschiedene giftige Glykoside (Neriin, Nerianthin, Pseudocurrarin oder Rosaginin). Mit das stärkste Gift darunter trägt sogar seinen Namen: Das Oleandrin ist ein sogenanntes Herzglykosid, das in seiner Wirkung vergleichbar ist mit Digitalis.
Die Wirkung: Führt zu Herzrhythmusstörungen und Herzstillstand.
Wichtig: Ein einziges Blatt kann tödlich sein. Das Gift bleibt auch im getrockneten Zustand voll wirksam.
Besonderheit: Auch das Wasser in einem Untersetzer, in dem ein Oleandertopf steht, ist giftig.
🟢Weide (Salix):Die Blätter mancher Weidenarten sind ebenfalls schmal und länglich. Weide ist für Meerschweinchen ein hervorragendes, gesundes Knabberholz.
Weitere Informationen zur: WEIDE
🟢Weide
Die Blätter:Meistens lang und schmal (lanzettlich), oft ein Vielfaches länger als breit. Es gibt je nach Art aber auch eiförmige oder breit elliptische Formen. Fast immer fein gesägt, gezahnt oder gekerbt. Sie sitzen wechselständig an den Zweigen. Die Oberseite ist meist dunkelgrün, während die Unterseite oft heller, graugrün oder durch eine feine Behaarung sogar silbrig glänzend ist (wie bei der Silberweide).
Die Blüte: Schon ab März blühen die silbrigen Weidenkätzchen (Palmkätzchen). Die gelben Staubblätter zeigen sich oft noch vor den ersten Blättern. Männliche und weibliche Blüten wachsen meist auf unterschiedlichen Bäumen.
Die Samen und Früchte: Die Weide bildet kleine Kapselfrüchte, die meist zwei Klappen haben, die winzige Samen mit langen, weißem Haarschopf enthalten. Die kleinen Kapseln platzen auf, wenn sie reif sind. Winzig klein, oft dunkel oder bräunlich. Jeder Samen hat einen Haarkranz (Flughaare), der wie weiße Watte oder Baumwolle aussieht. Der Wind trägt die behaarten Samen wie Schnee im Sommer über viele Kilometer weit. Die Samen sind sehr kurzlebig.
Das Gift: Ungiftig. Alle Teile von Weidenbäumen und -sträuchern (wie Salweide oder Korkenzieherweide) sind harmlos. Die Rinde enthält Salicin (ein natürlicher Vorläufer von Aspirin). Das schmeckt bitter, schützt die Pflanze, schadet aber Pferden, Kühen oder Hunden in üblichen Mengen nicht. Katzen sollten jedoch nicht nennenswert an Weidenrinde knabbern.
Die Wirkung: Hilft bei Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen sowie bei Arthrose. Reduziert Entzündungen im Körper, weshalb Extrakte auch bei rheumatischen Beschwerden oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen erforscht werden. Wirkt ähnlich wie Aspirin (Acetylsalicylsäure), da Salicin der historische Vorläufer davon ist. Kann bei empfindlichen Personen den Magen belasten.
Die Blätter: Die wilden Olivenbäume sind kleiner als die Züchtungen. Junge Zweige sind etwas kantig. Die grüngraue, glatte Rinde junger Zweige, die Blattstiele und die Blattspreite sind intensiv silber-grau oder rostfarben beschuppt, die Rinde wird im Alter zu einer rissigen Borke. Die schmalen, ledrigen Blätter sind graugrün und auf der Unterseite silbrig.
Die Blüte: Die Blüten sind klein, zart, cremeweiß bis weiß und sitzen in kleinen Trauben an den Zweigen. Sie verströmen einen feinen, süßlichen Geruch. Jüngere Bäume blühen erst ab einem Alter von etwa 4 bis 6 Jahren.
Die Samen und Früchte: Der Samen befindet sich geschützt im harten Steinkern im Inneren der Olive. Oliven sind die länglich-ovalen Steinfrüchte des Olivenbaums, die im Sommer grün sind und bei der Reife im Herbst oder Winter schwarz beziehungsweise violett werden. Direkt vom Baum sind Oliven wegen starker Bitterstoffe ungenießbar. Sie müssen erst wochenlang in Salzlake oder Wasser eingelegt werden, um die Bitterstoffe zu entfernen.
Das Gift: Ungiftig. Blätter, Rinde, Holz und die Früchte enthalten keine giftigen Inhaltsstoffe. Das Knabbern an Blättern ist harmlos, kann bei übermäßigem Verzehr durch Tiere jedoch zu leichten Magen-Darm-Reizungen führen. Frische Oliven direkt vom Baum sind für Menschen nicht giftig, schmecken aber extrem bitter. Die Olivenkerne enthalten keine Giftstoffe für den Menschen, sollten aber wegen der harten Konsistenz nicht verschluckt werden.
Die Wirkung: Der Inhaltsstoff Oleuropein entspannt die Blutgefäße und kann helfen, den Blutdruck zu senken.Extrakte wirken antibakteriell, antiviral und antimykotisch gegen Krankheitserreger. Die Blätter können als Tee oder Extrakt das Stressmanagement unterstützen und Erschöpfungszustände mildern. Regt den Gallenfluss an und lindert innerlich Magen-Darm-Beschwerden.
Bilder 102-104: Oleander, Weide, Weide und Olivenbaum-Samen
3. A-Z: Schwach bis mittelgiftig
🟡Hundskamille (Anthemis)
Die Hundskamilleist nicht akut lebensgefährlich, gilt aber in der Meerschweinchen-Ernährung als unverträglich und sollte aktiv gemieden werden. Sie riecht unangenehm, krautig oder fast geruchlos.
Weitere Informationen zur: HUNDSKAMILLE
🟡Hundskamille
Die Blätter: Die Hundskamille hat etwas derbere, breitere Blattfiedern.
Die Blüte:Der gelbe Blütenboden ist innen ausgefüllt und markig (nicht hohl). Sieht aus wie das typische Gänseblümchen. Innen gelb, außen ein weißer Kranz aus Blütenblättern. Margeritenähnliche Blüten ohne Duft.
Die Samen und die Früchte: Bei den Früchten handelt es sich um stumpf vierkantige, furchig geriefte Achänen ohne Pappus.
Das Gift: Schwach bis mittelgiftig. Anthecotulid (ein Bitterstoff) sowie haut- und schleimhautreizende ätherische Öle.
Die Wirkung: Die Hundskamille schädigt die Schleimhäute im Maul und im Magen-Darm-Trakt.Bei Verzehr größerer Mengen kann es zu Blähungen, Magen-Darm-Beschwerden, Durchfall oder allergischen Reaktionen kommen.
Die Blätter: Die Echte Kamille ist eine einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 50cm. Alle Pflanzenteile besitzen einen starken, charakteristischen Geruch. Die Stängel sind aufrecht oder aufsteigend und kahl, im oberen Teil sind sie meist sehr stark verzweigt. Die Laubblätter sind 4 bis 7cm lang und zwei- bis dreifach fiederteilig. Die einzelnen Zipfel sind schmal linealisch, knapp 0,5mm breit, und tragen eine Stachelspitze.
Die Blüte: In einem Gesamtblütenstand stehen meist 7 bis 120 (1 bis 900) körbchenförmige Teilblütenstände zusammen. Der Körbchenstiel ist 3 bis 10cm lang. Das Aussehen erinnert an ein Gänseblümchen, obwohl diese viel kleiner sind. Die Blütenkörbchen weisen einen Durchmesser von 18 bis 25mm auf. Die 20 bis 30Hüllblätter stehen annähernd einreihig.
Die Samen und die Früchte: Die Samen der Echten Kamille sind botanisch gesehen winzige Achänen-Frücht. Die länglichen, schmalen Früchte werden nur etwa 0,8 bis 1,5 Millimeter lang. Sie sind hellbraun bis gelblich, auf der Innenseite mit vier bis fünf kleinen Rippen versehen und besitzen meist keinen oder nur einen sehr kleinen Pappus.
Das Gift: Ungiftig. Die Pflanze wirkt entzündungshemmend und krampflösend. Sie wird oft als Tee getrunken oder bei Magen-Darm-Beschwerden und Erkältungen eingesetzt. Nach Angaben von Experten bei Plantura ist die Echte Kamille auch für Haustiere wie Hunde und Katzen unbedenklich.
🟢Färberkamille (Cota tinctoria):Die Färberkamille eine ausdauernde, selten ein- bis zweijährigekrautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 80 Zentimetern erreicht.
Weitere Informationen zur: FÄRBERKAMILLE
🟢Färberkamille
Die Blätter: Die Laubblätter sind wechselständig am Stängel angeordnet. Die Blattspreite ist ein- bis zweifach fiederschnittig. Die Blattunterseite ist grau-weiß. Die Blattzipfel sind schmal-lanzettlich, stachelspitzig und ungestielt.
Die Blüte: Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Auf einem Stängel steht meist nur ein körbchenförmiger Blütenstand, der einen Durchmesser von bis zu 4 Zentimeter erreicht. Die Blütenkörbchen enthalten goldgelbe (bei Zierpflanzensorten auch weiße, blassgelbe oder orangefarbene) Zungen- und Röhrenblüten.
Die Samen und die Früchte: Die Achänen sind nur 0,5mm lang und wiegen 0,4mg. Nach Info Flora sind die Achänen 2 bis 3 Millimeter lang und jederseits mit fünf bis sieben Rippen.
Das Gift: Ungiftig. Die Pflanze ist harmlos und enthält keine giftigen Stoffe. Hunde, Katzen und andere Haustiere sind durch die Färberkamillenicht gefährdet.
Die Wirkung: Die gelben Blüten enthalten Flavonoide und Carotinoide (insbesondere Luteolin), mit denen Wolle, Leinen und andere Naturfasern in kräftige Gelb- bis Orangetöne gefärbt werden können.
Achte auf diese Warnzeichen, um dem Tierarzt am Telefon Auskunft zu geben:
Starker Speichelfluss oder Schaum am Maul
Apathie, Teilnahmslosigkeit oder plötzliche Schwäche
Zittern, Krämpfe oder Lähmungserscheinungen
Atembeschwerden oder sehr schnelle Flankenatmung
Aufgeblähter Bauch oder akuter Durchfall
Bei einer Vergiftung zählt jede Minute. Beim Tierarzt anrufen, bevor man losfährt, damit die Praxis alles für den Notfall vorbereiten kann.
Wenn der Haustierarzt geschlossen hat, wende dich sofort an eine Notstation. Für erste Informationen zu Giftstoffen kann auch die humanmedizinischen Giftnotrufe kontaktiert werden (viele beraten auch bei Haustieren):
Tierklinik-Notdienst:Suche sofort nach der nächsten geöffneten Tierklinik in der Nähe.
🔍 Erste-Hilfe-Schritte: Was du jetzt tun musst
1Die Vorbereitung
Futter wegräumen und sichern.
Entferne sofort alle Futterreste aus dem Gehege.
Das Tier darf nichts mehr von den Kräutern fressen.
Nehme Reste der gefressenen Pflanze mit zum Tierarzt.
Mache alternativ ein scharfes Foto der Pflanze. Das hilft dem Arzt, das richtige Gegengift zu finden.
2Kein Erbrechen herbeiführen
Wichtig:Meerschweinchen können sich rein biologisch nicht erbrechen.
Versuche niemals, das Tier zum Erbrechen zu bringen. Das ist lebensgefährlich.
3Keine Zwangsfütterung
Solange der Verdacht auf eine Vergiftung besteht, darf kein Päppelbrei gegeben werden, um den Magen-Darm-Trakt nicht weiter zu belasten.
Gebe keine Hausmittel wie Milch oder Öl.
Diese Mittel beschleunigen die Aufnahme von Gift im Körper oft noch.
4Schock-Prophylaxe
Das Tier warmhalten (z.B. Snuggle Safe oder handwarme Wärmflasche), da der Kreislauf bei Vergiftungen schnell wegbricht.
5Transport vorbereiten
Setze das Meerschweinchen in eine Transportbox.
Polstere die Box mit Handtüchern aus.
Halte das Tier warm.
Rufe den Tierarzt an!
💡 Erfahrene Halter können nach Absprache mit dem Tierarzt zwei Dinge im Haus haben:
Medizinische Kohle (Aktivkohle): Kann in Wasser aufgelöst gegeben werden, um Gifte im Magen-Darm-Trakt zu binden (Dosierung immer vorab mit dem Tierarzt klären!).
Simeticon / Dimeticon: Gegen akute Aufgasungen, die oft als Begleitsymptom von Vergiftungen auftreten.
4.2. Die drei größten Mythen bei Meerschweinchen-Vergiftungen
Wenn Halter in Panik geraten, machen sie oft Fehler.
Mythos 1: „Einfach Erbrechen herbeiführen.“
Meerschweinchen besitzen einen Magen mit einem sehr schwachen Muskelventil. Sie können sich rein biologisch nicht erbrechen. Versuche, dies zu erzwingen, führen zum Tod.
Mythos 2: „Milch hilft gegen Gift.“
Milch bewirkt das Gegenteil. Das Fett in der Milch sorgt oft dafür, dass fettlösliche Gifte noch schneller im Darm aufgenommen werden. Zudem vertragen Meerschweinchen keine Laktose.
Mythos 3: „Meerschweinchen wissen instinktiv, was giftig ist.“
Das gilt nur bedingt für Wildtiere. Unsere Haustiere haben diesen Instinkt weitgehend verloren. Besonders junge oder neugierige Tiere knabbern alles an.
In eigener Sache
Bei manchen der hier vorgestellten Giftkräuter gibt es unterschiedliche Meinungen wegen der Giftigkeit. Ich habe mich im Ernstfall für die giftigere Rubrik und Bezeichnung entschieden.
Autor
Marion Klüter
Marion ist Multimedia-Fachfrau. Sie unterhält zwei Blogs mit unterschiedlichen Schwerpunkten, da sich Wut und Kreativität nicht vertrugen. Gemeinsam mit Michael Klüter besucht und fotografiert sie leidenschaftlich Lost Places. Ihre Kreativität beschränkt sich nicht nur auf die Malerei, sie bastelt auch gerne. Ihre zweite Leidenschaft ist der Garten. Dort kann sie sich mit Hund und Verlobtem neben der Arbeit austoben.
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