Marion Klüter – Carpe Diem

Marion Klüter – Carpe Diem

Bin ich eine Künstlerin? Selber so bezeichnen würde ich mich nicht. Ich bin eher eine Kreative, die auch etwas malen und zeichnen kann.

Impressionen

Der Fluch der Kreativität

Ich empfand meinen Drang zum Malen, Basteln und Schreiben eher als Fluch. Denn die Ideen plagen einen und lassen einen in der Nacht nicht schlafen. Gerade kurz vor dem Einschlafen kann ich die besten Texte gestalten. Aber wenn ich dann nicht aufstehe, um es aufzuschreiben, sind sie am nächsten Morgen fort.

Steht man aber auf, ist die Nacht gelaufen, weil man einem dazu ständig noch etwas einfällt.

1. Die Aquarellmalerei

Meine Vorliebe galt von Anfang an der Aquarellmalerei. Zu der Zeit hatte ich noch nicht einmal das richtige Papier. Deshalb gibt es bei einigen Bildern (unprofessionelle) Wellen.

Weitere Informationen:

Die Aquarellfarben

Die Aquarellfarben bestehen aus sehr feinen Pigmenten, wasserlöslichen Bindemitteln wie Gummi arabicum, Traganth oder Dextrinen, sowie Netz- und Feuchthaltemitteln.

Diese lasierenden Farben werden nur mit Wasser verdünnt und mit einem Pinsel auf Papier, Pergament oder andere Materialien aufgetragen. Im Unterschied zur Gouache und Tempera schimmert beim Aquarell der weiße Malgrund durch die Aquarellfarben hindurch und gibt ihnen Tiefe und Leuchtkraft.

Die Farbwirkung

Die Farbwirkung entsteht in der Regel durch das lasierende Aufeinanderlegen dünner Farbschichten oder das „nass in nass“-Arbeiten und durch die Verwendung besonders fein geriebener Pigmente.

Diese Pigmente sind so fein, dass sie von den Papierfasern absorbiert werden. Die Papierfaser wird gefärbt und es entsteht das „duftige“ Aussehen eines guten Aquarells. Will man weiße Flächen oder Lichter erzielen, lässt man den Papierton unberührt stehen.

Quelle: Wikipedia

Die Grundtechniken

Die Grundtechniken

  • Lasieren

Die wichtigste Grundtechnik der Aquarellmalerei ist die Lasur;  Beim Lasieren wird die stark mit Wasser verdünnte Farbe auf den trockenen Malgrund aufgetragen. 

Wird immer der gleiche Farbton verwendet, entstehen so dunklere und hellere Bereiche. Bei unterschiedlichen Farben entstehen durch die verschiedenen Lasuren neue Farbtöne. Die Farbschichten lassen sich über- und nebeneinander anlegen. Die Lasurtechnik zeichnet sich durch scharfe Ränder aus und verlangt eine hohe Präzision und genaue Kenntnis der Wirkung verschiedener Farbtechniken.

  • Lavieren

Die zweite Grundtechnik ist die Lavierung. Darunter fällt zunächst die Verlauftechnik, zum weiteren die Nass-in-Nass-Technik.

  • Verlauftechnik

Bei der Verlauftechnik wird eine Farbe so auf den Malgrund aufgetragen, dass sie gleichmäßig immer blasser wird oder langsam in einen anderen Farbton übergeht. Dazu wird zunächst Farbe auf den Malgrund aufgetragen und dann mit einem ausgewaschenen und mit klarem Wasser angefeuchteten Pinsel gleichmäßig auslaufend auf dem Malgrund verteilt.

  • Nass-in-Nass-Technik

Bei der Nass-in-Nass-Technik wird auf dem feuchten Malgrund oder in eine noch feuchte Farbe hineingemalt, wodurch die Farben ver- bzw. ineinanderlaufen.

Quelle: Wikipedia

1.1. Verschiedene Motive

Bild 1 bis 4: Die geheimnisvolle Frau 1980, Die Last 1984, Die Ballettstunde 1989, Das Liebespaar 1989

1.2. Bäume

In der Schule malten wir im Kunstunterricht Bäume mit Feder und Scribtoltinte. Diese sind mit normaler Deckfarbe gefertigt.

Bild 5 bis 8: Bäume 1984 bis 1988

Weitere Informationen:

Die Scribtoltinte

Scribtoltinte von Pelikan ist eine hochwertige, deckende und extrem lichtechte Kunst- und Schrifttusche, die speziell für das Schreiben und Zeichnen mit Zieh- und Zeichenfedern entwickelt wurde, aber nicht für Füllfederhalter geeignet ist, da sie Farbpigmente (wie Ruß) enthält, die die feinen Mechaniken verstopfen würden. Sie ist dokumentenecht, wasserfest auftrocknend und eignet sich perfekt für Kalligrafie, Kunstprojekte und schulische Anwendungen, wo Beständigkeit und brillante Farbwiedergabe gefragt sind. 

Wesentliche Merkmale:

  • Anwendung: Ideal für Ziehfeder, Zeichenfeder, Tuschefüller (keine Füllfederhalter).
  • Eigenschaften: Sehr leicht fließend, gut deckend, lichtecht (bleicht nicht aus) und reproduzierbar (z. B. kopierbar).
  • Beständigkeit: Dokumentenecht und wasserfest nach dem Trocknen.
  • Zusammensetzung: Enthält Farbpigmente, daher nicht für Füllhalter geeignet.
  • Verfügbarkeit: Erhältlich in Flaschen (z. B. 30 ml) mit Spitzdüse oder als Patrone. 

Zusammenfassend ist Scribtol die ideale Wahl für kreative Arbeiten mit Feder, die Langlebigkeit und eine intensive Farbwirkung erfordern.

Die Deckfarbe

Als Deckfarbe wird in Wasser suspendierbare Farbe aus Pigmenten und Füllstoffen verstanden, die auf den Untergrund sattdeckend aufgetragen werden kann. In Deckfarbkästen zusammengestellt, werden solche Farben insbesondere in der schulischen Kunsterziehung verwandt.

Im Gegensatz dazu sind die für Aquarelle verwendeten Wasserfarben nicht deckend. Sie erfordern und ermöglichen deshalb andere Maltechniken als Deckfarben und verwenden zumeist höherwertige und leuchtstärkere Farbpigmente. Qualitativ hochwertige Deckfarben ähneln einer Gouache, welche im Vergleich zu Deckfarben weniger Füllstoffe (z. B. Kreiden) hat und als Bindemittel bevorzugt Gummi arabicum einsetzt.

Quelle: Wikipedia 

1.3. Die naive Phase

Bild 9 bis 12: Bauernhöfe 1984 bis 1988

1.4. Die Sarah-Kay-Phase

1978 kamen die ersten Sarah-Kay-Bilder aus den USA nach Deutschland. Mir gelang es, ein paar Aufkleber zu erringen. Die nächsten Jahre nahm ich die kleinen Aufkleber als Vorlage für meine Bilder.

Bild 13 bis 16: Das Liebespaar 1979, Sarah und die Puppe 1979, Sarah beim Waschen 1984, Das Dienstmädchen 1983

Weitere Informationen:

Die Urheberin der Sarah-Kay-Bilder

Vivien Kubbos, Künstlername Sarah Kay (* 1940er Jahre) ist eine australische Kinderbuch- und Grußkarten-Illustratorin, die in Sydney in Australien lebt. Kubbos studierte Kunst und arbeitete zunächst für eine Werbeagentur.

Die bekanntesten Figuren, die Kubbos als freiberufliche Illustratorin Anfang der 1970er Jahre schuf, sind die von Sarah Kay. Ursprünglich Einladungs- und Grußkartenmotive unter der Bezeichnung „Sarah Kay Collections“ für Valentines Sands Greeting Cards,  wurden sie zu einer weltweit bekannten Merchandising-Marke.

Die Nachfrage ging in den 1980er bis in die frühen 2000er Jahre stark zurück.

Quelle: Wikipedia 

1.5. Kater Jakob

Die Vorlagen zu den Kater Jakob-Bildern gab es ab 1984 eine Zeitlang in einer Modezeitschrift. Es gab und gibt auch heute noch Kalender. Ich bin damals ein Fan gewesen. Das hat sich nicht geändert.

Bild 17 bis 20: Kater Jakob und die Muschel 1984, Kater Jakob und die Birne 1987, Kater Jakob auf dem Dach 1993, Kater Jakob auf dem Dach 1985

Weitere Informationen:

Der Urheber der Kater-Jacob-Bilder

Kater Jacob ist eine Carton-Figur des Schweizer Künstlers Sven Hartmann. Seit über 50 Jahren erscheint er in Kalendern, Büchern und diversen Geschenkartikeln wie Puzzles und Plüschtieren.

Er begann als Magazin-Cartoon und entwickelte sich zu einer beliebten Marke mit weltweitem Vertrieb, bekannt für seinen Humor und seine frechen Sprüche. 

  • Schöpfer: Der Schweizer Künstler Sven Hartmann.
  • Erscheinungsbild: Ein frecher, intelligenter und lebensfroher Kater.
  • Bekanntheit: Seit den 1970er Jahren in verschiedenen Publikationen (z.B. im „Tagesanzeiger“, „Annabelle“) und als Merchandise.
  • Merchandise: Kalender, Puzzles, Plüschfiguren und Geschenkartikel.
Über Kater Jacob

Einst sollte Kater Jacob die Hauptrolle in einem Film übernehmen. Ehe er jedoch das Zelluloid erobern konnte, sorgten bereits seine Skizzen im Drehbuch für Aufsehen.

Die Halterin eines Katers entdeckte verblüffende Ähnlichkeiten mit dem eigenen Stubentiger: Mit der Feststellung „Das ist ja mein Jacob!“ gab sie dem skizzierten Vierbeiner einen Namen und brachte zudem Jacobs Väter, den Zeichner Sven Hartmann und den Texter Thomas Härtner, zusammen.

Knapp vierzig Jahre arbeiteten die beiden zusammen mit und an Jacob, haben seine Geschichten in Wort und Bild sowie in fünf Sprachen verbreitet in Büchern, Kalendern (F.W.Heye Verlag) und Zeitschriften.

Sein verschmitztes Lächeln, den Kopf in die Samtpfoten gestützt – man bekommt Lust ihn zu drücken und zu knuddeln. Das ist auch kein Problem – es gibt ihn als knuffiges Plüschtier in allen möglichen Varianten. Das und anderes findet sich im Shop.

Quelle: Kater Jacob

Weitere Informationen im Internet:

1.6. Die chinesischen Bilder

Die chinesischen Bilder sind ein Geburtstagsgeschenk für meine Mutter. Jedes Bild beinhaltet eines ihrer Lieblingselemente. Der rote Ming-Drache vom Meißener Porzellan. Der Lieblingsvogel – die Meise. Und die Lieblungsblume – die Orchidee. Verziert sind die Bilder mit Edelsteinen. Auf einer kleinen anhängenden Karte haben alle Familienmitglieder unterschrieben.

Bild 21 bis 23: Die chinesischen Bilder 2010

2. Malen mit Stiften

Eine Zeitlang malte ich mit Bleistift, besonders unterwegs war das praktischer. Ich besaß allerdings nur einen einzigen Bleistift der Stärke H.

Danach folgten Buntstiftzeichnungen. Aquarellstifte gab es zu der Zeit noch nicht.

2.1. Alles mit Bleistift

Bild 24 bis 27: Stillleben mit Bleistift 1979, Der zerstreute Professor 1985, Die Kerze 1985, Der Weingeist 1985

Weitere Informationen:

Die Bleistifte

Ein Bleistift ist ein vielseitiges Schreib- und Zeichenwerkzeug mit einer Mine aus Graphit und Ton, umhüllt von Holz oder Kunststoff, das einen Strich erzeugt, ohne Blei zu enthalten.

Die Härte der Mine (gekennzeichnet durch H für hart, B für weich, HB für mittelhart) bestimmt die Dunkelheit und Feinheit der Linie und wird durch das Mischverhältnis von Graphit (dunkler, weicher) und Ton (härter, heller) bestimmt. 

Zusammensetzung und Funktion:

  • Mine: Hauptbestandteile sind Graphit (für die Schwärze) und Ton (für die Festigkeit und Form).
  • Härtegrad: Das Verhältnis von Graphit zu Ton bestimmt die Härte:
    • H-Stifte (Hard): Mehr Ton, härter, hellere Linien, gut für technische Zeichnungen.
    • B-Stifte (Black): Mehr Graphit, weicher, dunklere Linien, gut für Schattierungen.
    • HB (Hard Black): Mittelhart, der Standard für Schule und Alltag.
  • Gehäuse: Meist Holz, aber auch Kunststoff; es gibt spezielle Formen wie den eckigen Zimmermannsbleistift. 

Anwendung:

  • Vielseitig: Für Schreiben, Skizzieren, technische Zeichnungen und Kunst.
  • Korrektur: Linien können radiert werden, was ihn ideal für Anfänger macht.
  • Spezialstifte: Es gibt auch Druckbleistifte (mechanische Stifte), die nicht angespitzt werden müssen, und reine Graphitstifte für große Flächen. 

Entstehung:

  • Der moderne Bleistift wurde erfunden, als man feststellte, dass reines Graphit (nicht Blei) sich gut zum Schreiben eignet und durch das Mischen mit Ton stabiler wird.
  • Deshalb ist die Bezeichnung „Bleistift“ historisch bedingt, aber technisch gesehen ein Graphitstift. 

2.2. Alles mit Buntstiften

Bild 28 bis 31: Hmm 1989, Tanz mit mir 1989, Liebe 2010, Die Ägypterin 1979

Die Buntstifte

Buntstifte sind Zeichengeräte mit einer farbigen Mine aus Pigmenten und Bindemitteln (Wachs und Öl), die in einen Holzschaft eingebettet sind. Sie sind einem Bleistift ähnlich, nur mit farbiger Mine.

Es gibt verschiedene Arten, wie klassische Wachsbuntstifte, ölbasierte Stifte mit intensiveren Farben oder wasservermalbare Aquarellbuntstifte, die mit Wasser vermischt werden können. Sie sind unverzichtbar für Kunst, Schule und kreativen Ausdruck. 

Aufbau und Zusammensetzung:

  • Holzschaft: Bietet Schutz und ermöglicht das Anspitzen.
  • Farb-Mine: Besteht aus Pigmenten (Farbstoffen) und Bindemitteln (meist Wachs oder Öl). 

Wichtige Arten:

  • Klassische Buntstifte: Wachsbasiert, gut zum Schichten und Verblenden, ideal für Kinder.
  • Ölbasierte Buntstifte: Härte und Öl sorgen für präzise Kontrolle, intensivere Farbabgabe (z.B. Faber-Castell Polychromos). 
  • Aquarellbuntstifte: Können mit Wasser vermalt werden, um Aquarelleffekte zu erzielen. 
  • Spezialstifte: Dazu gehören Neon-, Metallic- oder Pastellfarbstifte. 

Anwendung:

  • Zeichnen und Skizzieren: Für feine Linien und Details.
  • Ausmalen: Zum Füllen von Flächen, wobei durch Druck die Intensität verändert wird.
  • Kreative Techniken: Aquarellstifte mit Wasser, Mischstifte zum Verblenden. 

Für wen sind sie gedacht?

  • Kinder (oft mit dickerer Mine und dreieckigem Schaft für gute Griffigkeit).
  • Hobbykünstler und professionelle Künstler

2.3. Malen mit Aquarellstiften

Heute arbeite ich lieber mit Aquarellstiften, da meine Finger nach mehreren Operationen immer noch nicht so wollen wie ich. Man kann die Farben trocken verwenden und auch später nass machen, um den Aquarelleffekt zu erreichen.

Will man sie trocken lassen, müssen sie geschützt werden. Ich nehme dafür Haarspray, weil das Fixierspray ziemlich teuer ist. Dazu unbedingt ein gut riechendes Spray verwenden, sonst erträgt man es nicht.

Bild 32 bis 35: Zeichnungen für das Kinderbuch „Der Kleine Ritter und sein Großes Glück“ von Michael Klüter

Die Bilderserie vom ersten Buch des Kleinen Ritters unterscheidet sich von den Bildern zum zweiten Buch. Da hatte ich schon wieder mehr Übung.

Bild 36 bis 39: Zeichnungen für das Kinderbuch „Der Kleine Ritter und sein Abenteuer geht weiter“ von Michael Klüter

Weitere Informationen:

Die Aquarellstifte
Aquarellstifte sind Stifte mit einer wasserlöslichen Mine, die die Funktionen von Buntstiften und Aquarellfarben vereinen.

Man kann damit wie mit normalen Stiften zeichnen, die Farben dann aber mit Wasser anlösen und mit einem Pinsel verwischen, um Aquarelleffekte, Farbverläufe und Lasuren zu erzeugen.

So funktionieren sie:

  • Trocken: Sie können trocken wie herkömmliche Buntstifte zum Skizzieren und Zeichnen verwendet werden.
  • Nass: Mit einem feuchten Pinsel oder Wasserpinsel werden die aufgetragenen Pigmente aktiviert und verwischt, wodurch die Transparenz und Leuchtkraft von Aquarellfarben entsteht. 

Vorteile:

  • Vielseitigkeit: Kombinieren Zeichnung (Linienpräzision) und Malerei (Farbverläufe).
  • Leicht zu handhaben: Kompakter und sauberer als ein Aquarellkasten, da keine Farbpfützen entstehen.
  • Detailgenauigkeit: Ideal für feine Details, die mit Pinsel schwerer zu erreichen sind. 

Nachteile:

  • Papier: Erfordern Aquarellpapier, das Feuchtigkeit gut verträgt.
  • Lernkurve: Die Balance zwischen trockenem Zeichnen und nassem Verwischen braucht Übung. 

Anwendungsbereiche:

  • Kombination: Perfekt, um ein Aquarellbild mit feinen Strukturen oder Konturen zu ergänzen.
  • Transportabel: Gut für unterwegs, da wenig Zubehör nötig ist.
  • Effekte: Ermöglichen Schichten, Farbmischungen und Transparenz

3. Malen mit Plakafarben

Dann kam die Zeit mit Plakafarbe zu malen. Da diese sehr teuer waren, nahm ich für die Grundierung einfach normale Wandfarbe. Da ich mir auch keine Leinwand leisten konnte, benutzte ich Korktafeln.

Bild 40 bis 43: Der schwarze Geiger 1989, Die endlose Straße 1997, Der Rosenkavalier 1990, Das Girl 1997

Weitere Informationen:

Die Plakafarbe

Plakafarbe ist eine deckende, wasserlösliche Farbe auf Basis von Milcheiweiß (Kasein) oder organischen Bindemitteln, die sich durch ihre intensive Farbe, hohe Deckkraft und gute Haftung auf vielen Untergründen (Papier, Holz, Stein, Karton) auszeichnet und ideal für Schule, Hobby und Dekoration ist. Die Farbe ist nach dem Trocknen oft wasserfest und lässt sich gut mischen, wobei sie matt auftrocknet, wie die beliebte Marke Pelikan Plaka zeigte.  

Der Einsatz von Kaseinfarbe als kaseinleimgebundene Farbe ist eine traditionsreiche Maltechnik im Bereich der Kunst; seit der Entwicklung der Acrylfarben hat sie an Bedeutung verloren.

Wesentliche Eigenschaften: 

  • Bindemittel: Hauptsächlich Kasein (Milcheiweiß) oder andere organische Bindemittel.
  • Basis: Wasserbasiert, mit Wasser verdünnbar und reinigbar.
  • Deckkraft: Sehr gut deckend und intensiv.
  • Untergründe: Geeignet für Papier, Karton, Holz, Stein, Gips, Metall.
  • Trocknung: Trocknet matt und ist oft wasserfest.
  • Verwendung: Ideal für Bastelarbeiten, Schulprojekte, dekorative Gestaltungen, Malerei.
  • Mischbarkeit: Farben sind untereinander mischbar.

Bekanntheit:

Der Begriff „Plakafarbe“ wurde durch die Marke Pelikan (Pelikan Plaka) populär und etablierte sich als Gattungsname für diese Art von Kasein– oder Temperafarben.

Auch wenn die ursprüngliche Pelikan-Linie eingestellt wurde, leben diese Farben unter anderen Herstellern (z.B. Kölner Kaseinfarben) weiter. 

4. Malen mit Ölfarbe

Zeichnung | KatzeZweimal habe ich mich mit Ölfarbe versucht. Das war aber nicht mein Ding, da es einfach zu lange dauert, bis das Bild richtig trocken ist.

Das beste Bild malte ich für meine Eltern 1981 zu ihrer Silberhochzeit. Es war noch nicht trocken, als ich es nach Hannover mitnahm, deshalb deckte ich es vorsichtig mit Packpapier ab. Meine Mutter brachte es zum Rahmen nach nebenan in das Geschäft. Der stellte das Bild in das Fenster.

Als Johanna es abholen wollte, stand es ganz hinten im Geschäft. Der Besitzer meinte, es wären zu viele Kunden gekommen, die es kaufen wollten.

Weitere Informationen:

Die Ölfarbe

Ölfarbe ist eine traditionelle, vielseitige Maltechnik, die aus Pigmenten und einem trocknenden Öl ( meist Leinöl) als Bindemittel besteht; sie ermöglicht lange Trocknungszeiten für detailreiches Arbeiten, feine Farbübergänge und expressive, pastose Effekte, erfordert aber spezielle Malmittel (wie Terpentin) und das „Fett-über-Mager“-Prinzip beim Schichten.

Was ist Ölfarbe?

  • Zusammensetzung: Farbige Pigmente (z.B. Erden, Mineralien) werden mit einem trocknenden Öl (meist Leinöl, Mohnöl, Walnussöl) vermischt, das die Pigmente bindet und an der Luft aushärtet.
  • Eigenschaften: Sehr intensive Farben, brillante Leuchtkraft, langsame Trocknung (Tage bis Wochen), bleibt formbar, kann pastos (dick) oder lasierend (dünn) aufgetragen werden. 
Die Grundtechniken

Techniken beim Malen mit Ölfarbe:

  • Schichtenmalerei: Aufbau des Bildes in mehreren Schichten, wobei jede neue Schicht mehr Öl enthalten muss als die darunterliegende („fett-über-mager“).
  • Nass-in-Nass (Alla Prima): Farben werden direkt auf der Leinwand miteinander vermischt, bevor sie trocknen, ideal für schnelle, expressive Effekte.
  • Lasieren: Auftragen sehr dünner, transparenter Farbschichten, um Tiefenwirkung und Glanz zu erzeugen, oft über bereits getrockneten Schichten.
  • Pastoser Auftrag: Dickes Auftragen der Farbe, um Textur und Volumen zu erzeugen (Impasto). 

Quelle: vanbeekart.de

Die Ölmalerei

Was wird für die Ölmalerei benötigt?

  • Farben: Pigment-Öl-Mischungen (Farbpigmente + Leinöl).
  • Malmittel: Terpentin oder Testbenzin zum Verdünnen und Pinselreinigen.
  • Pinsel und Werkzeuge: Pinsel, Spachtel, Lappen.
  • Grundierung: Leinwand oder Holz mit Gesso grundieren, um das Papier oder die Leinwand vor dem Öl zu schützen. 

Vorteile der Ölmalerei:

  • Lange Verarbeitbarkeit: Ermöglicht lange Misch- und Korrekturzeiten.
  • Tiefe & Leuchtkraft: Intensive, brillante Farben und feine Übergänge.
  • Vielseitigkeit: Von realistisch bis abstrakt, von transparent bis deckend. 

Nachteile:

  • Lange Trocknungszeit: Erfordert Geduld.
  • Lösungsmittel: Terpentin ist gesundheitsschädlich, gute Belüftung ist wichtig.

Weitere Informationen im Internet:

6. Malen mit Pastellkreide

Man machte mich auf Pastellkreide aufmerksam. Als ich es ausprobierte, gefiel es mir. Aber für die Feinarbeiten habe ich trotzdem weiterhin Stifte benutzt.

Weitere Informationen:

Die Pastellkreide

Pastellkreide ist ein Mal- und Zeichenmaterial aus reinen Farbpigmenten, die mit wenig Bindemitteln (Gummi arabikum oder Methylcellulose) und Füllstoffen (Kreide und Gips) zu Stiften und Blöcken gepresst werden, wodurch leuchtende, sanfte Farben und Verläufe entstehen, die Zeichnen und Malen vereinen und auf rauem Papier angewendet werden.

Es gibt verschiedene Arten, wie weiche Pastelle (gut zum Verwischen) und Ölpastelle (mit Wachs- oder Ölbindemittel, cremiger).  

Zusammensetzung und Eigenschaften:

  • Pigmente: Der Hauptbestandteil, sorgt für die Leuchtkraft. 
  • Bindemittel: Weniger als bei Buntstiften, wodurch die Kreide fast reine Farbe ist. 
  • Füllstoffe: Wie Kreide oder Gips, für Deckkraft. 
  • Härte: Weiche Kreiden für große Flächen und sanfte Übergänge, harte für Details. 
  • Ergebnis: Ermöglicht das Mischen von Farben und zarte Farbverläufe, die oft nicht mit anderen Medien möglich sind. 

Arten von Pastellkreide:

  • Softpastelle: Sehr weich, intensiv pigmentiert, ideal zum Verwischen (oft mit Finger oder Papierwischer) und für große Farbflächen.
  • Ölpastelle: Mit Wachs oder Öl gebunden, cremiger, deckender, lassen sich mit Terpentin vermalen, ähnlich wie Ölfarben. 

Anwendung und Technik:

  • Untergrund: Spezialpapier mit rauer Oberfläche (Pastellpapier, Tonpapier), da die Kreide in den Vertiefungen haftet.
  • Technik: Zeichnen mit Stiften, Verwischen, Schichten (Übereinanderlegen von Farben)
  • Fixierung: Wird oft mit einem Fixativ-Spray behandelt, um das Bild vor dem Verwischen zu schützen. 
Zusammenfassend: Pastellkreide ist ein vielseitiges Medium, das die Intensität von Farbe mit der Leichtigkeit des Zeichnens verbindet, ideal für ausdrucksstarke Kunstwerke mit sanften Übergänge

6.1. Alles in Pastell und in bunt

Bild 44 bis 47: Bilder in Pastell 2012

6.2. Engel in Jeans

Diese Serie malte ich für meine Freundin Anna.

Bild 48 bis 51: Engel in Jeans – Anna 2013, Isa 2013, Claire 2013

Weitere Informationen:

7. Malen mit Acrylfarbe

Inzwischen benutze ich Acrylfarben. Da musste ich mich erst einmal dran gewöhnen. Beim Aquarell malt man nicht in Schichten sondern in Nass-in-Nass-Techniken. Man muss vorher überlegen, was man Malen will, denn Korrekturen sind nicht oder kaum möglich.

Beim Acryl werden die Farben teilweise in Schichten aufgetragen. Das erleichtert alles, da man keinen Platz freihalten muss. Man kann auch schneller etwas ändern, oder einfach das ganze Bild übermalen.

Weitere Informationen:

Die Acrylfarben
Acrylfarben sind wasserbasierte Farben, die aus Pigmenten und einem Bindemittel auf Acrylharzbasis bestehen, die nach dem Trocknen wasserfest und langlebig sind. Sie sind schnelltrocknend, geruchsarm und können sowohl verdünnt (lasierend) als auch dick (pastos) auf fast jedem Untergrund verwendet werden, was sie für Künstler und Hobbybastler gleichermaßen beliebt macht. 

Hauptbestandteile:

  • Pigmente: Geben der Farbe ihre Farbe (organisch, mineralisch, synthetisch).
  • Bindemittel: Eine Polymeremulsion (Acrylharz-Dispersion), die die Pigmente zusammenhält und die Farbe aushärten lässt, wenn das Wasser verdunstet ist.
  • Lösemittel: Wasser, das die Farbe verdünnt und verdunstet, wenn die Farbe trocknet. 

Wichtige Eigenschaften:

  • Vielseitigkeit: Kann gespachtelt, gepinselt, gerollt oder gespritzt werden.
  • Schnelle Trocknung: Ermöglicht das schnelle Arbeiten in Schichten.
  • Wasserlöslich (nass): Werkzeuge lassen sich leicht mit Wasser reinigen.
  • Wasserfest (trocken): Nach dem Trocknen nicht mehr wasserlöslich, oft wetterfest.
  • Haftung: Haften auf fast jedem fettfreien Untergrund (Leinwand, Holz, Papier, Stoff).
  • Langlebigkeit: Bilden einen flexiblen, farblosen Film, der nicht reißt. 

Anwendung:

  • Verdünnt: Mit Wasser verdünnt für lasierende Effekte, ähnlich wie Aquarell.
  • Pastos: Pur aufgetragen für deckende, strukturierte Oberflächen, ähnlich Ölfarbe.
  • Hilfsmittel: Trocknungsbeschleuniger, Strukturpasten oder Glanzmittel können die Eigenschaften verändern. 
Tipp: Wegen der schnellen Trocknung und der Freisetzung von flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) während des Trocknens ist ausreichendes Lüften wichtig

7.1. Das Art-Journal

Eigentlich plante ich für ein eigenes Art-Journal jeden Tag etwas zu zeichnen oder zu malen. Aber der Wille war zu schwach. So blieb es nur bei einigen fertigen und einem angefangenen Bild.

Bild 52 bis 55: Das Spiel des Lebens, Die Nixe, Die Sternenfängerin und Ikaria 2017

Weitere Informationen:

Das Art-Journal
Art Journaling ist eine kreative Form des Tagebuchschreibens, die Schreiben, Malen, Zeichnen, Collagen und andere Kunsttechniken kombiniert, um Gedanken, Gefühle und Erlebnisse visuell zu verarbeiten.

Es ist ein persönlicher, druckfreier Raum für Selbstausdruck, in dem man Materialien wie Farben, Aquarellstifte, Fotos, Zeitschriftenausschnitte und Stempel frei nach Lust und Laune verwendet, um eine Mischung aus Kunst und Text zu schaffen. 

Was es ist:

  • Ein visuelles Tagebuch: Statt nur mit Worten wird ein Art Journal mit Farben, Bildern, Texten und Collagen gefüllt, um den Alltag, Emotionen oder Inspirationen festzuhalten.
  • Kreative Ausdrucksform: Es verbindet Journaling (das bewusste Schreiben über Gedanken) mit Kunst.
  • Gemischte Medien (Mixed Media): Oft werden verschiedene Materialien und Techniken kombiniert, wie Malen, Kleben, Stempeln, Zeichnen und Schreiben.
  • Keine Regeln: Es gibt keine Bewertung oder Perfektionsanspruch; es geht um den Prozess und die Freude am Tun. 

Was man dafür braucht:

  • Ein Journal: Ein Notizbuch, Skizzenbuch oder Heft mit dickeren Seiten (ca. 180g/m²), damit die Farben nicht durchbluten.
  • Materialien: Stifte, Farben (Acryl, Aquarell), Scheren, Kleber, Stempel, Fotos, alte Bücher, Zeitschriften, Stempel und alles, was Freude macht. 

Warum Art Journaling?

  • Selbstreflexion: Es hilft, Gedanken und Gefühle zu sortieren und sich selbst besser zu verstehen.
  • Stressabbau: Es bietet einen kreativen Rückzugsort zum Entspannen und Loslassen.
  • Kreativität fördern: Es weckt die Freude am Gestalten und erlaubt es, ohne Druck zu experimentieren.
  • Blockaden lösen: Wo Worte fehlen, kann die Kunst sprechen, um Emotionen auszudrücken.

 Weitere Informationen im Internet:

7.2. Acrylmalerei

Mit Acrylfarben bemalte Keilrahmen.

Bild 56 bis 59: Über den Wolken, Im Himmel ist Besuchstag, Vorsicht bei der Partnerwahl, Weihnachten allein 2025

Informationen zu den Bildern:

Bild 1: Über den Wolken
Über den Wolken ist die Freiheit grenzenlos

Bild | Marion Klüter | Über den WolkenDer Song „Über den Wolken kann die Freiheit wohl grenzenlos sein“ von Reinhard Mey ist für mich von jeher ein Sinnbild beim Fliegen gewesen.

Über den WolkenMuss die Freiheit wohl grenzenlos seinAlle Ängste, alle SorgenSagt manBlieben darunter verborgenUnd dannWürde was uns groß und wichtig erscheint
Plötzlich nichtig und klein

Schon als Kind flog ich das erste Mal mit meiner Familie nach Berlin. Mein Vater machte Witze. Bei jedem Fall in ein Luftloch sagte er, die Strecke müsse unbedingt mal repariert werden bei den vielen Schlaglöchern.

Um uns herum türmten sich riesige Wolkenberge und bildeten eine einzigartige Landschaft. Bei jedem Flug spielte dieses Lied als Endlosschleife in meinem Kopf.

Und das zweite Stichwort war ein Roman, den ich als Kind gelesen hatte. Er handelte von einem Piloten, der auf einer großen  Wolke eine ganze Stadt entdeckt. Leider konnte ich bisher nicht herausfinden, von welchem Autor die Geschichte stammt. Meiner Meinung nach war es entweder Jules Verne oder Antoine de Saint-Exupéry.

Bild 2: Im Himmel ist Besuchstag
Im Himmel ist Besuchstag

Bild | Marion Klüter | Im Himmel ist BesuchstagSeitdem meine Eltern verstorben sind, war einer meiner größten Wünsche, sie wenigstens mal besuchen zu können. Lange überlegte ich, wie man dort am besten hingelangen könnte. Ich stelle es mir so vor, dass in der Mitte ein schwarzes Loch oder Wurmloch ist, das alles anzieht, welches in seine Nähe gerät.

Zuerst wollte ich einen Weg malen oder eine Treppe. Dann überlegte ich, eine Autobahn mit Autos, die in die Mitte rasen oder Flugzeuge. Aber das erschien mir alles zu technisch. So kam ich auf Ballone. Sie sind ihrer Umgebung ausgeliefert.

Wenn Gott also Besuche zulassen würde, dann wäre es ihm überlassen, ob man den Eingang findet. Und das geht am besten mit einem von der Luft gesteuerten Ballon.

Bild 3: Vorsicht bei der Partnerwahl
Vorsicht bei der Partnerwahl

Marion Klüter | Vorsicht bei der Partnerwahl | 2025Dieses Mal entschloss ich mich ein Fischbild zu malen, weil mein Bruder zurzeit viele Fisch-Bilder malt. Davon ließ ich mich inspirieren. Die Fische kamen sozusagen „von allein“ auf das Papier. Die Ideen sprudelten nur so. Ich musste mich eher bremsen. Das nächste Mal nehme ich wieder eine größere Leinwand.

Wie man sieht, gibt es sehr verschiedene Partner. Der Oktopus hat eine schmerzhafte Beziehung zur Feuerqualle. Der Anglerfisch hypnotisiert den großen Fisch, damit der ihn nahe heranlässt. Er bemerkt gar nicht, dass ein ganzes Rudel kleiner Fisch ihm hingebungsvoll folgt.

Und die Krabbe hat sich ausgerechnet auf einen Anker eingelassen.

Bild 4: Weihnachten allein
Weihnachten allein

Zeichnungen | Weihnachen allein | 2025

Zuerst war es einfach nur ein Wald-Bild. Ich wartete auf eine Idee, was ich daraus machen sollte. Die Idee kam schneller als erwartet.

Ich saß also mit meinem Partner, einem Weihnachtsmuffel, abends allein vor dem Fernseher. Kein Weihnachtsbaum, keine Weihnachtsdeko, keine Geschenke und kein bunter Teller. Allerdings bei einem sehr leckeren Essen.

Am nächsten Tag ging ich am Abend mit meinem alleinstehenden Nachbarn, der ebenfalls keine Familie mehr hatte, zum Essen in ein Restaurant.

Frohe Weihnachten 2025!

8. Meditative Mal-Techniken

Inzwischen gibt es so viele verschiedene Techniken und Mischformen, dass es etwas unübersichtlich geworden ist, wenn man seine Bilder unbedingt in „Schubladen“ einsortieren will. Viele dieser Techniken werden in Therapien angewendet.

8.1. Intuitives Malen

Beim intuitivem Malen lässt man seine Gefühle wie Wut, Trauer, Freude, auf das Papier fließen. Dabei ist alles erlaubt.

Bild 60 bis 61: Vollmond-Ritual und Neumond-Ritual 2025

Weitere Informationen:

Intuitives Malen

Intuitives Malen (Ausdrucksmalerei) ist ein kreativer Prozess, bei dem der Fokus auf dem Malen selbst liegt und nicht auf dem Endergebnis. Es handelt sich um ein spontanes, absichtsloses Gestalten, das aus dem Inneren kommt und darauf abzielt, die Verbindung zum eigenen Unterbewusstsein oder zu Gefühlen zu stärken. 

Es findet in einem Malatelier im Stehen statt. Auf großen Papierbogen, welche sich in einem eigens dafür eingerichteten, vor Außeneinflüssen geschützten Atelier an den Wänden befinden, wird hauptsächlich in Gruppen gemalt.

Das Ausdrucksmalen ist ein neuer Forschungsbereich, der sich mit Vorgängen (Prozessen) befasst.

Kernaspekte des intuitiven Malens:

  • Kein festgelegtes Ziel: Es wird nicht versucht, ein konkretes Motiv (wie ein Landschaftsbild) abzubilden, sondern einem Impuls im Moment zu folgen.
  • Prozessorientierung: Der Weg ist das Ziel; der Fokus liegt auf dem Dialog zwischen Hand, Herz und Leinwand.
  • Abbau von Hemmungen: Es gibt keine Regeln, kein „Richtig“ oder „Falsch“, was helfen kann, die Angst vor der weißen Leinwand zu überwinden.
  • Selbsterkenntnis: Inspiriert von Carl Jung, dient diese Kunstform oft dazu, innere Bilder nach außen zu bringen und das Unterbewusstsein zu erforschen.
  • Methoden: Häufig werden Acrylfarben, Spachtel oder Schwämme genutzt, um Texturen zu erzeugen. Der Prozess wird oft von Musik begleitet oder als Teil einer Meditation verstanden. 

Quelle: Wikipedia

8.2. WutPurzel

Hierbei handelt es sich um eine Form des intuitiven Malens. Dabei lässt man seine Gefühle mit Hilfe von Linien und Kreisen auf das Papier fließen. Anschließend versucht man in dem Gekrakel Formen wie Tiere, Pflanzen o.ä. zu erkennen und auszumalen.

Wie man hier sieht, war ich nicht wütend sondern eher lustig aufgelegt.

Bild 62 bis 63: WutzPurzel 2025

Weitere Informationen:

Wutpurzel malen

Wutpurzel malen ist eine kreative Technik aus der Kunsttherapie und dem intuitiven Malen, bei der man Wut, Ärger und Frust durch wildes Kritzeln Schimpfen und den Einsatz von kraftvollen Farben direkt auf Papier bringt, um diese Emotionen zu verarbeiten, loszulassen und zu transformieren, wobei oft dunkle oder intensive Farben verwendet werden, die sich im Laufe des Prozesses verändern können.

Ziel ist es, eine befreiende Wirkung zu erzielen und die Emotionen zu externalisieren, anstatt sie zu unterdrücken, was zu einem Gefühl der Leichtigkeit und zum Spüren der eigenen Energie führen kann. 

Wie es funktioniert:

  • Freies Ausagieren: Man lässt die Wut ungehemmt aufs Papier fließen, mit wilden Linien und Strukturen, oft begleitet von Schimpfen oder Schreien.
  • Farben und Formen: Dunkle oder intensive Farben (Rot, Schwarz, Orange) und dicke Linien betonen die Wut, aber auch bunte, freudige Farben können entstehen, wenn sich die Emotion wandelt.
  • Prozessorientiert: Es geht nicht um ein schönes Bild, sondern um den Vorgang selbst. Das Ergebnis kann man behalten, um die Energie zu spüren, oder wegwerfen, um die Wut loszulassen.
  • Transformation: Durch das Malen wird die Wut sichtbar gemacht und kann sich verändern – aus dem wilden Gekritzel kann etwas Neues und Kraftvolles entstehen. 

Warum es hilft:

  • Gefühle ausdrücken: Gibt Wut einen sichtbaren Platz und Kanal, um herauszufließen.
  • Stressabbau: Kunsttherapie kann nachweislich das Stresshormon Cortisol senken.
  • Klarheit gewinnen: Man bekommt Abstand zu der Emotion und kann sie besser betrachten und verarbeiten.
  • Kreativität fördern: Es ist ein einfacher Weg, um blockierte Gefühle zu lösen und die Kreativität zu aktivieren

Wutpurzel malen ist also eine einfache, zugängliche Übung aus der Kunsttherapie, um negative Emotionen zu verarbeiten und positive Energie freizusetzen

Weitere Informationen im Internet:

8.3. Neurografisches Malen

Beim neurografischen Malen handelt es sich um eine kreative Methode, die durch das Zeichnen neue Denkimpulse erzeugt. Sie verbindet Neuropsychologie, Kunst und Kreativität, um das Unbewusste anzusprechen.

Mit Hilfe eines Filzstiftes werden spontan Linien auf das Papier gemalt. Anschließend verknüpft man die Linien. Dabei entstehen auch sogenannte „Knoten“. Nun kann man sich Farben aussuchen oder auch nicht.

Bild 64 bis 65: Neurografisches Malen 2025

Weitere Informationen:

Neurografisches Malen

Neurografisches Malen (Neurographik) ist eine kreative Transformationsmethode, die durch das Zeichnen von bionischen Linien und einfachen Formen (Kreise, Quadrate, Dreiecke) innere Blockaden löst, Stress abbaut, Selbstreflexion fördert und neue Lösungswege für persönliche Themen (Ziele, Probleme, Wünsche) sichtbar macht, indem es die Neuroplastizität des Gehirns anregt und neue neuronale Verbindungen schafft, ähnlich dem Aufbau von Synapsen.

Kernprinzipien:

  • Eine fließende, nicht-wiederholende Linie, die über das Papier geführt wird, um neue Denkwege zu schaffen und Muster im Gehirn zu durchbrechen.
  • Grundformen: Kreise (Ganzheit), Dreiecke (Konflikt/Dynamik) und Quadrate (Stabilität) werden verwendet, um Themen darzustellen und zu harmonisieren.
  • Algorithmen: Spezielle Zeichenalgorithmen führen durch den Prozess, um das Unterbewusstsein zu aktivieren und die Transformation zu unterstützen.
  • Rundung: Scharfe Ecken und Winkel werden „abgerundet“, um Konflikte zu glätten und eine harmonische Verbindung zu schaffen. 

Anwendung und Wirkung:

  • Stressreduktion & Entspannung: Durch die meditative Tätigkeit und das Sortieren von Gedanken.
  • Persönliche Entwicklung: Stärkung des Selbstwerts, Auflösung innerer Kritik.
  • Problemlösung: Entwicklung neuer Perspektiven und Lösungsansätze für komplexe Themen.
  • Zielsetzung: Klare Visualisierung und Manifestation von Visionen und Wünschen.
  • Kreativitätsförderung: Aktivierung der Vorstellungskraft und Ideenfindung. 

Wie es funktioniert (vereinfacht):

  1. Thema wählen: Ein relevantes Thema mit moderater emotionaler Belastung wählen.
  2. Linien zeichnen: Mit der bionischen Linie das Thema aufs Papier bringen.
  3. Harmonisieren: Kreuzungspunkte abrunden, Ecken verbinden, Formen einbeziehen.
  4. Kolorieren (optional): Farben zur Vertiefung und Stärkung der Wirkung nutzen. 

Vorteile:

  • Fördert die Neuroplastizität (Vernetzung der Nervenzellen).
  • Bietet einen meditativen Zustand und Entspannung.
  • Ist für jeden zugänglich, da keine künstlerischen Fähigkeiten nötig sind.
  • Hilft, das Leben aktiv selbst zu gestalten. 
Die Neurographik

Die Neurographik wurde von Prof. Dr. Pavel Piskarev im April 2014 erfunden. Im März 2019 wurde sie in Russland als Wissenschaft anerkannt.

  • Sie ist eine Methode zur Selbstgestaltung, die durch die Verbindung von Kunst, Kreativität und Psychologie das Gehirn „neu vernetzt“ und so positive Veränderungen anstößt.
  • Dabei gelingt es, auf einem Blatt Papier die unterschiedlichsten Dinge (Sinneinheiten) harmonisch miteinander in Beziehung zu bringen.
  • Das führt dazu, dass neue Denkimpulse entstehen, vorhandene Strukturen aufgebrochen und Einschränkungen aufgelöst werden.
  • In dem wir eine eigene Zeichnung zu einem bestimmten Thema schaffen und sie anhand von bestimmten Algorithmen modellieren, entsteht letztlich ein wirkungsvoller Bauplan für die Zukunft, mit dem wir weiterarbeiten können.

Sie basiert auf Erkenntnissen der Neuropsychologie, analytischen Psychologie, Gestaltpsychologie, Sozialpsychologie und modernen Management-Theorien. Sie ist eine kreative Transformationsmethode für das Lösen von Problemen und Konflikten, die sowohl in Einzel- als auch Gruppenarbeit angewandt wird.

Quelle: Institut für Kreativitätspsychologie

Weitere Informationen im Internet:

Was ist eigentlich Neurographik?

8.4. Zendoodling

Zurzeit liebe ich das Zendoodling, eine Mischung zwischen Zentangle und Doodle.

Zentangle ist eine eingetragene Bezeichnung für eine Zeichentechnik. Es gibt einige spezifische Elemente. Ein Zendoodle basiert im Grunde auf demselben Prinzip, jedoch ohne die Einschränkungen eines Zentangles.

Bild 66 bis 68: Lara Franziska, Sonja Tabea, Norma, Michael 2025

Vorher hatte ich bereits Weihnachtsgeschenke besorgt und für Jeden ein Bild gemalt. Das würde ich nicht noch einmal machen. Aber ich habe die Bilder und die Geschenke bereits meinen Nichten gegeben. Wären sie noch bei mir, hätte ich sie zerstört.

Meine Nachbarin Norma hat sich sehr gefreut. Sie hat mir mit hunderten Perlen ein richtig niedliches Meerschweinchen gebastelt. Wenigstens ein Weihnachtsgeschenk für mich.

Bild 69 bis 70: Allein, Unwichtig 2025

Diese Bilder malte ich für mich, in der richtigen Stimmung.

Weitere Informationen:

Was ist Doodling
Doodling ist das spontane, oft unbewusste Zeichnen von kleinen Mustern, Formen oder Figuren. Es ist eine einfache Form der Kunst, die keine Vorkenntnisse erfordert und die Kreativität fördert, indem man sich in das einfache Kritzeln vertieft und dabei Stress abbaut und die Konzentration steigern kann, wobei oft einfache Konturen und wiederholende Elemente genutzt werden.

Typische Merkmale und Techniken:

  • Doodle Art: Ein spezifischer Stil mit flachen, zweidimensionalen Motiven, die nur mit Umrissen gezeichnet werden, oft personifiziert oder mit Handlettering kombiniert.
  • Doodle Tangles: Eine Technik, bei der sich wiederholende Muster („Rapporte“) zu größeren Designs kombiniert werden und Konzentration fördern.
  • Einfache Elemente: Herzen, Blätter, Wellen, Kreise und Striche sind häufige Bausteine, die intuitiv und kreativ angeordnet werden können.

Die Wirkung von Doodling:

  • Stressbewältigung: Es wirkt beruhigend und therapeutisch.
  • Kognitive Vorteile: Es kann die Informationsverarbeitung und Problemlösungsfähigkeiten verbessern.
  • Kreativität: Es ermöglicht einen ungezwungenen kreativen Ausdruck ohne Druck.
Zusammenfassend ist Doodling eine zugängliche Methode, um mit einfachen Mitteln kreativ zu sein, die geistige Entspannung zu finden und die Aufmerksamkeit zu schärfen, indem man einfach drauflos zeichnet und seiner Intuition folgt.

Was ist Zentangle
Zentangle ist eine meditative Zeichenmethode, die aus der Kombination der Wörter „Zen“ (Meditation) und „Tangle“ (Gewirr und Muster) entstanden ist und Stress abbaut.

Die Methode wurde von Rick Roberts und Maria Thomas entwickelt, um durch achtsames, ungeplantes Zeichnen Entspannung und Kreativität zu fördern, ohne dass Vorkenntnisse nötig sind. 

  • Was es ist: Eine meditative Methode, bei der strukturierte, wiederkehrende Muster (Tangles) auf kleinen quadratischen Kärtchen (Tiles, ca. 9×9 cm) gezeichnet werden.
  • Methode: Feste Schritte, keine festen Motive, Fokus auf Meditation und Intuition. Das Ergebnis ist von jeder Seite gleich schön betrachtbar.
  • Material: Meist Fineliner auf speziellen Papierkärtchen.

Die Methode:

  • Einfachheit: Beginnt mit wenigen Elementen (Punkte, Linien, Kurven, Kreise) und einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitungen (sogenannte „Stepouts“), die jeden befähigen.
  • Keine Fehler: Es gibt keine Fehler, nur unerwartete Wendungen, die in das Kunstwerk integriert werden können. Ein Radiergummi wird nicht benötigt.
  • Kleine Formate: Oft werden kleine quadratische Papierstücke (Kacheln, ca. 9×9 cm) verwendet, was den Prozess weniger überwältigend macht.
  • Abstrakte Muster (Tangles): Wiederholende, verwobene Muster, die sich zu komplexen Designs zusammenfügen. 

So funktioniert es (vereinfacht):

  1. Man beginnt mit einem kleinen Rahmen (Schlaufe) auf der Kachel.
  2. Man zeichnet gezielt einfache Linien und Formen hinein.
  3. Diese Linien werden mit verschiedenen Tangles (Mustern) gefüllt, oft durch Drehen der Kachel, um die Hand in einer entspannten Position zu halten.
  4. Schattierungen und Akzente können hinzugefügt werden, um Tiefe zu erzeugen. 
Zentangle ist eine zugängliche Technik, die jedem hilft, durch das bewusste Zeichnen von Mustern innere Ruhe zu finden und ein einzigartiges Kunstwerk zu erschaffen
Was ist Zendoodling

Zendoodling ist eine entspannende Zeichentechnik bei der Grundformen mit verschiedenen Mustern gefüllt werden. Dabei geht es um den meditativen Prozess und die Freude am kreativen Gestalten.

Wichtige Merkmale:

  • Meditativ & Stresslösend: Der Fokus liegt auf dem Prozess des Zeichnens, was den Geist beruhigt und Konzentration fördert.
  • Muster: Man füllt eine Grundform (z.B. ein Tier-Silhouette) mit verschiedenen Mustern oder lässt Muster spontan entstehen.
  • Keine Planung: Es gibt kein vorgegebenes Motiv; die Muster entwickeln sich organisch aus dem Moment heraus.
  • Keine Fehler: Jeder Strich, der nicht geplant war, kann in ein neues Muster integriert werden, es gibt keine Fehler. 
  • Unterschied zu Zentangle: Oft farbiger, freier in der Form, keine Kärtchen.

Wie es funktioniert:

  1. Grundlagen schaffen: Eine Form aus Linien auf einem quadratischen Papier ziehen, um den Raum zu teilen.
  2. Muster füllen: Man füllt die entstehenden Bereiche mit verschiedenen, sich wiederholenden Mustern (Tangles).

9. Basteln

Parallel zum Malen entdeckte ich früh das Gießen von Keramiken. Früher hing meine ganze Wand voller Bilder in unterschiedlichen Größen. Inzwischen habe ich mich daran übergesehen. Sie mussten nun den Acryl-Bildern weichen.

9.1. Uhren aus Keramik

Eine Zeitlang stellte ich Uhren mit Keramikpulver her.

Bild 71 bis 74: Uhren aus Keramik

9.2. Puppen

Am liebsten habe ich allerdings Puppen gefertigt. Zuerst Stoffpuppen.

Danach wurde es anspruchsvoller. Puppen mit Porzellan-Köpfen und echten Haaren (teilweise von mir). Die Köpfe und Gliedmaßen wurden mit Porzellanpulver gegossen. Dafür gab es bereits selbsthärtendes Porzellanpulver. Man brauchte keinen Backofen mehr.

Bild 75 bis 78: Puppen mit Wolle, Echthaar und Engelshaar

Mal sehen wie es weitergeht.

Autor

Marion Klüter
Marion ist Multimedia-Fachfrau. Sie unterhält zwei Blogs mit unterschiedlichen Schwerpunkten, da sich Wut und Kreativität nicht vertrugen. Gemeinsam mit Michael Klüter besucht und fotografiert sie leidenschaftlich Lost Places. Ihre Kreativität beschränkt sich nicht nur auf die Malerei, sie bastelt auch gerne. Ihre zweite Leidenschaft ist der Garten. Dort kann sie sich mit Hund und Verlobtem neben der Arbeit austoben.

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